Bei Ceratizit in Empfingen kommt es zu einem massiven Stellenabbau. (Archiv) Foto: Hopp

Bei der zur Luxemburger Ceratizit-Gruppe gehörenden Ceratizit Empfingen GmbH konnte sich der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung auf einen Interessensausgleich und Sozialplan einigen. Darüber informiert die IG Metall Freudenstadt.

Empfingen - "Die Verhandlungen zogen sich seit November 2020 hin", schreibt der zweite Bevollmächtigte der IG Metall, Georg Feigle.

Dem Betriebsrat sei es gelungen, den vom Arbeitgeber angestrebten Arbeitsplatzabbau von 125 Arbeitsplätzen auf 104 Arbeitsplätze zu begrenzen. "Am Standort in Empfingen sollen zukünftig 220 Arbeitnehmer beschäftigt werden."

Transfergesellschaft eingerichtet

Die Materialaufbereitung, der Vorrichtungsbau, der Vertrieb und die Buchhaltung werden an verschiedene Standorte der Ceratizit-Gruppe verlagert. Die Maßnahmen sollen im Juli 2021 beginnen und bis Februar 2022 beendet sein. Durch ein vorgezogenes Freiwilligenprogramm soll die Anzahl der zu Kündigenden vermindert werden.

Für Beschäftigte, die sonst gekündigt werden würden, werde eine Transfergesellschaft eingerichtet. In dieser Transfergesellschaft werden "Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt und die Betroffenen bei der Arbeitssuche unterstützt".

"Damit sollen", so Hartmut Friesinger, Betriebsratsvorsitzender der Ceratizit Empfingen GmbH, "die betroffenen Kolleginnen und Kollegen so schnell wie möglich wieder in gute Arbeit vermittelt werden".

Belegschaft wurde informiert

Faigle macht deutlich, dass der Arbeitsplatzabbau "verdammt schmerzt". Der Rückhalt des Betriebsrats bei der Belegschaft, der auch durch die Beteiligung an einer Protestaktion im März sichtbar geworden sei, habe letztendlich dazu geführt, dass der Betriebsrat "das Maximalste für die Betroffenen erreichen konnte".

Die Belegschaft wurde am 29. und 30. April über das Ergebnis informiert.

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