In Schiltach wurden Ende vergangenen Jahres auffällig viele Straftaten begangen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Silas Stein

Der Einbruch im Feuerwehrhaus, ein Auto-Diebstahl und weitere Taten hatten Ende vergangenen Jahres zur Folge, dass die Polizei verstärkt Präsenz in Schiltach zeigte. Mittlerweile hat sich die Lage wieder entspannt – auch, weil die Ermittlungen der Polizei vorangeschritten sind.

Eine regelrechte Serie an Straftaten hatte sich Ende vergangenen Jahres in Schiltach ereignet: der Einbruch in das Feuerwehrhaus, ein Auto-Diebstahl, dazu mehrere Fälle von Sachbeschädigung und Vandalismus, etwa am Kindergarten Zachäus oder in der öffentlichen Toilette am Schüttesägenmuseum. Die Polizei zeigte daraufhin verstärkt Präsenz in der Stadt.

 

Bereits im Dezember berichtete Polizeisprecherin Nicole Minge gegenüber unserer Redaktion, dass für den Einbruch in das Feuerwehrhaus gegen zwei Tatverdächtige ermittelt werde. Ob die beiden auch für andere Taten verantwortlich sind, konnte die Polizei damals noch nicht feststellen – Bürgermeister Thomas Haas teilte dem Gemeinderat jedenfalls mit, dass die Vermutung sei, dass Serientäter am Werk sind.

Nun informiert Polizeisprecherin Minge auf Anfrage unserer Redaktion über den derzeitigen Stand der Ermittlungen: Für den Einbruch im Feuerwehrhaus gibt es mittlerweile einen dritten jugendlichen Tatverdächtigen, der 15 Jahre alt ist. Seine mutmaßlichen Komplizen waren beim Einbruch 15 und 19 Jahre alt.

Für den Einbruch in das Schiltacher Feuerwehrhaus gibt es drei jugendliche Tatverdächtige. Foto: Niklas Ortmann

Auch der Auto-Diebstahl Ende November geht wohl auf das Konto von zwei der drei Jugendlichen, wie die Ermittlungen der Polizei ergeben haben. Bei weiteren Taten in Schiltach und Schenkenzell stand die Gruppe laut Polizei unter Verdacht. „Trotz intensiver Ermittlungen konnten der Gruppe jedoch die Einbrüche in die katholische Kirche und ein leerstehendes Wohnhaus bisher nicht nachgewiesen werden“, teilt Minge mit.

Jugendliche fallen nicht mehr auf

Seit dem Auto-Diebstahl ist laut Minge aber wieder Ruhe in Schiltach eingekehrt. „Grund hierfür ist, dass sich die Gruppe sozusagen aufgelöst hat und vermutlich auch die polizeilichen Ermittlungen Wirkung zeigten.“ Der ältere Tatverdächtige sei weggezogen und die beiden 15-Jährigen seien nicht mehr aufgefallen.

Nichtsdestotrotz haben die Taten, die der Gruppe nachgewiesen werden konnten, die Staatsanwaltschaft Rottweil auf den Plan gerufen. Gegen einen Jugendlichen sei aufgrund mehrerer Taten Anklage zu dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Rottweil erhoben worden, berichtet der Erste Staatsanwalt Frank Grundke auf Anfrage unserer Redaktion. Wegen des Feuerwehrhauses in Schiltach sei gegen einen weiteren Jugendlichen Anklage zu dem Jugendrichter des Amtsgerichts Oberndorf erhoben worden.

Nichtöffentliche Verhandlung

Da sich die Verfahren gegen Jugendlichen richten, gibt die Staatsanwaltschaft keine Details bekannt. Auch die jeweiligen Hauptverhandlungen werden nichtöffentlich stattfinden, wie Grundke mitteilt.