Die beim Konzert am Sonntag gewürdigten Mitglieder des Musikvereins Rangendingen. Foto: Beyer

Der Rangendinger Musikverein hat am Sonntag ein Konzert gegeben, für das die Musiker viel Applaus erhielten. Nachwuchssorgen hat der Verein nicht, schließlich ist das musikalische Engagement in jedem Fall eine Bereicherung. Warum? Das weiß Vorsitzende Uta Schoder.

Das Publikum hat die Leistungen der Musiker beim Konzert am Sonntag mit viel Applaus honoriert. Der Verein lebt von den zahlreichen Mitgliedern, die schon lange dabei sind, um ihre Erfahrungen einzubringen (siehe Info), aber auch vom Nachwuchs – und für den tun die Musiker einiges.

 

Kooperation seit 2019 So gibt es seit 2019 eine Kooperation mit der Grundschule Rangendingen, der Gemeinde Rangendingen und der Jugendmusikschule Hechingen. Sie organisieren eine Bläserklassen-AG für die Klassen drei und vier. Deshalb sagt Vorsitzende Uta Schoder: „Wir haben Gott sei Dank keine Nachwuchssorgen im Jugendbereich.“

Die Jugendkapelle eins bildet im Anschluss an die Bläserklassen-AG die Fortsetzung des Orchestermusizierens, die Jugendkapelle zwei umfasst die fortgeschrittenen Jungmusiker, für die Schoder im Zweijahresrhythmus seit 2010 immer eine Konzertreise organisiert. Einer der Höhepunkte für den Musikernachwuchs sind die Auftritte vor Publikum. Beim Konzert am Sonntag war die Jugendkapelle eins mit zwölf Jugendlichen und die Jugendkapelle zwei mit 40 Jugendlichen vertreten.

Nachwuchs auf Reisen Auch darüber hinaus wird viel für den Nachwuchs getan: Für die Herbstferien 2024 plant der Verein etwa eine Konzertreise nach Lleida und Barcelona, 2022 unternahm der Verein einen Ausflug ins Disneyland Paris nebst Auftritt dort. Weiter zurückliegende Reisen führten unter anderem nach Prag, London, Dresden, Florida und Granada. Schoder: „Wir haben schon viel unternommen und unternehmen viel, wodurch wir merken, dass wir jetzt auch einen sehr guten und zuverlässigen Stamm an jungen Erwachsenen haben.“

Engagement lohnt sich Schoder selbst ist seit 1982 im Musikverein Rangendingen aktiv, mit einigen Jahren Pause während ihres Studiums. Seit 2006 ist sie im Vorstand, lange Jahre war sie Jugendleiterin, jüngst haben die Mitglieder sie zur Vorsitzenden gewählt.

Sie weiß: „Das Engagement im Musikverein lohnt sich, weil es eine tolle Gemeinschaft ist, wir viele musikalische und außermusikalische Projekte durchführen, die die Teamarbeit und Gemeinschaft noch weiter stärken.“

Die Arbeit und Mühen, die man investiere, erhalte man in Form eines „tollen Miteinanders“ und mit „großer Anerkennung um ein Vielfaches wieder zurück“, erklärt Schoder. Und weiter: „Belohnt werden unsere musikalischen Anstrengungen natürlich, indem wir wie vergangenen Sonntag vor einer voll besetzten Halle und begeistertem Publikum spielen dürfen.“

Spiel vor Wertungsrichtern Die kommenden Jahre hat der Musikverein derweil bereits im Visier: Die Mitglieder werden sich 2024 im Ulm-Alb-Donaukreis in der Höchststufe den Wertungsrichtern stellen. Im Jahr darauf stehen die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen an. Außerdem wird das Kreismusikfest in Rangendingen ausgerichtet.

Und wer Interesse am Musizieren im Verein hat, kann übrigens auch im Erwachsenenalter eintreten. Allerdings seien bisher nur Erwachsene zum Musikverein gestoßen, die ein Instrument bereits gut spielen können. Weil in Rangendingen symphonische Blasmusik der Höchststufe gespielt wird, haben viele Interessierte zunächst Respekt davor. Falls Erwachsene ein Instrument erlernen oder ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Das Orchestermusizieren wäre parallel zum Erlernen des Instruments in der Bläserklasse für Erwachsene in Bisingen möglich oder bei uns in den Jugendorchestern.

Das sind die geehrten Mitglieder des Musikvereins Rangendingen

Förderermedaille
Beim Jahreskonzert hat der Musikverein Rangendingen zahlreiche verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Rainer Strobel hat die Förderermedaille in Bronze für 10-jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft und insbesondere als zweiter Vorsitzender erhalten. Über die Förderernadel in Gold freute sich Fabienne Raidt. Sie hat die Auszeichnung für ihre 20-jährige Tätigkeit als Beisitzerin Vorstand erhalten.

Langjährige Mitgliedschaft
Die Ehrennadel in Bronze für zehnjährige aktive Tätigkeit erhielten: David Fechter, Kira Zacharias.Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Tätigkeit: Carina Birkle, Jan Hermann.Ehrennadel in Gold für 30-jährige aktive Tätigkeit: Stefan Hipp, Björn Klink, Stefan Wiest.Ehrennadel in Gold mit Diamant für 40 Jahre aktive Tätigkeit: Regina Zacharias.Ehrennadel in Gold mit Diamant für 50-jährige aktive Tätigkeit: Ursula Lerch, Katharina Wiest, Fritz Wiest, Thomas Zacharias.Ehrennadel in Gold mit Diamant für 70-jährige aktive Tätigkeit: Ludwig Kuhn