Mit ihrem Sitz in der alten Klosteranlage ist die Musikschule zentral gelegen. Foto: Menzler

Die Musikschule Wildberg steht mit vielen Schulen und Kitas stets in Kontakt und kooperiert, um gemeinsam zu lehren. Dazu gehören jedes Jahr viele Veranstaltungen, Förderungen, Beständiges zu pflegen, aber auch mit Neuem voranzugehen.

Viel Vorbereitung, viel Mühe und viel Erfolg – das steckt hinter den Projekten der Musikschule Wildberg. Besonders verdeutlichen konnte das die Aufführung der „Wild Symphony“ von Dan Brown, betont Musikschulleiterin Petra Roderburg-Eimann. Bei der Aufführung im vergangenen Jahr stand Groß neben Klein, Jung neben Alt und sie bewiesen, dass Zusammenarbeit wichtig ist und sie es können.

 

Die Musikschule lehre mehr als nur Instrumente spielen, Singen, Tanzen oder das Rhythmusgefühl – Konzentration, gemeinsame Verantwortung oder auch soziale Kompetenz vermitteln die Lehrer der städtischen Einrichtung. „Wir tragen auch zum kulturellen Wildberg bei“, unterstreicht sie. Mit Auftritten beim Schäferlauf, der Bundesgartenschau, dem großen Infotag, dem Lehrerbenefizkonzert für die Ukraine und vielen anderen Veranstaltungen.

Dafür arbeite die Musikschule auch immer eng mit den Schulen und Kindergärten in Wildberg oder der Gemeinschaftsschule Neubulach zusammen, betont Roderburg-Eimann. Diese seien auch besonders für die örtliche, soziale und fachliche Zugänglichkeit wichtig.

Einige Neuigkeiten etabliert

Und dabei baut die Musikschule auf Konstanten und Beständiges. „Wir erfinden das Alte immer wieder neu“, betont die Leiterin. Ohne ständig Neues zu erfinden, könne das Programm dadurch besser auf die einzelnen Schulen oder Kindergärten zugeschnitten werden.

Dennoch kommen natürlich auch ein paar Neuigkeiten dazu – zum Beispiel gebe es seit diesem Jahr nicht mehr die Percussionklasse am Bildungszentrum Wildberg. Dafür allerdings eine Gitarrenklasse. Und das Pilotprojekt „Piccolino“ an der Grundschule Sulz/Gültlingen ist gestartet. Dieses wird durchgehend wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Für gesunde Musiker arbeiten

Zudem trägt die Einrichtung seit diesem Jahr den Titel „Gesunde Musikschule“. Deren Ziele sind, die Gesundheit der Musiker zu fördern und gleichzeitig präventiv zu arbeiten. Vor allem eine verkrampfte Sitzhaltung, Anstrengung, und Stress gehören zu dem typischen Krankheitsbild von Musikern.

Nicht zu vernachlässigen ist im Jahr der Förderverein als wichtiger Partner für Projekte. Und auch auf die Spitzenförderung ist Roderburg-Eimann sichtlich stolz: Jugend musiziert, der eigene Harald-Kindermann-Wettbewerb, Praktika oder die Studienvorbereitende Ausbildung – gemeinsam mit den Musikschulen Nagold und Calw.

Für die Zukunft viel geplant

Und auch für die Zukunft hat die Musikschule wieder viel in Planung. Darunter zwei große Aufführungen von „Kwela, Kwela: ein Afrikanisches Märchen mit Pfiff“ in 2024, ein neues Schutzkonzept für das Kinderwohl, der Jugend-musiziert-Wettbewerb, der 2025 zum Teil im Nagoldtal stattfindet oder Angebote für die Ganztagesschule ab 2026.

Ab 2024 erhöhen sich die Gebühren

Gemeinderatsbeschluss
In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium mehrheitlich bei drei Enthaltungen die Gebühren der Musikschule ab dem 1. Januar 2024 zu erhöhen. Das monatliche Entgelt für die Angebote im Instrumental- und Vokalunterricht steigt um jeweils sechs Euro. Das Entgelt für Ensembles ohne Instrumentalunterricht und die Veeh-Harfen-Gruppe steigt um drei Euro – für Zehner-Abos für Erwachsene um jeweils sechs Euro.