Von Dornhan bis zum Schwarzen Meer. Foto: Vollmer

Eine virtuose Flussreise erleben die Besucher von Kunst und Kultur im Farrenstall.

Mit starkem Applaus und stehenden Ovationen bedankten sich die begeisterten Zuhörer in der vollen Stadthalle bei den Bläsern von Harmonic Brass für die virtuose „Donaureise“ mit starken Melodien von Komponisten Mittel- und Südeuropas.

 

Die Gäste von KKF – Kunst und Kultur im Farrenstall – überzeugten mit stilistischer Vielseitigkeit und unbändiger Spielfreude. Mit der festlichen barocken „Ouvertüre à 5“ von Theodor Schwartzkopff lief ihr Donaudampfer in Ulm aus. An der Regensburger Station erklang die ruhig fließende, sanfte Melodie „Für Elise“. Dachte Beethoven als passionierter Angler an der Donau bei dieser Komposition an einen besonderen Fisch, fragte Andreas Binder mit einem Augenzwinkern.

Beifall in Wien

In der Orgelstadt Passau spielte das Quintett Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge in d-moll“, ein meisterhaftes Arrangement, aufregend mit wirkungsvoll beweglichem Dialog der Instrumente.

Die musikalische Reise führte in Linz geradewegs zu Anton Bruckner. In Wien angekommen, erntete Elisabeth Fessler als Solistin mit dem Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel stürmischen Beifall und Bravo-Rufe. Unterschiedliche Klangkaskaden von adagio bis prestissimo bot Trompeter Hans Zellner technisch brillant mit Mozarts „Rondo alla Turca“, der Marsch erinnert an das Osmanische Reich. Nicht nur den Kaffee hatten die Türken nach Wien gebracht, auch eine ganz anders klingende Musik.

Ukrainische Volksweise

In Ungarn lieferte Tubist Karl-Wilhelm Hultsch eine feurige Interpretation von Vittorio Montis „Csárdás“. „Alle Sinneseindrücke auf dieser Donaureise hat Elisabeth Fessler in „Concerto Danubio“ zusammengefasst: den Zauber der Landschaft, die wechselnden Stimmungen des Flusses und das bunte Treiben auf dem Schiff“, kündigte Moderator und Hornist Andreas Binder das dreisatzige Werk an.

Weiter ging es mit zeitgenössischen Komponisten aus Serbien und Rumänien, wie die folkloristisch-farbige Melodie, die Andreas Binder mit dem Schlagzeug unterstrich, gefolgt von einem wilden rumänischen Tanz, bei dem Posaunist Alexander Steixner glänzte. Eine ukrainische Volksweise erklang bei der Ankunft der „MS Harmonic Brass“ an der Deltamündung in das Schwarze Meer.

Für die Zugabe erschienen die Herren in Frack und Zylinder und das Ensemble spielte und tanzte den „Donauwalzer“ zu dem das Publikum feurig mitklatschte.