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Motorsport Routinier gibt auf Strecke ordentlich Gummi

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Platz drei sprang für Zoran Radulovic im BMW 325i beim fünften Lauf zur Nürburgring-Langstrecken-Serie raus. Foto: Hoffmann

Ein Team scheint sich zu finden: Unter durchwachsenen Vorbedingungen hat das Team Derscheid vergangenes Wochenende das Sechs-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring die Ziellinie als Dritter überfahren – das war am Anfang nicht zwingend klar.

Sechs Stunden auf der längsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt lassen sich für das Team Derscheid und Zoran "Schorle" Radulovic so abkürzen: gleichmäßig schnelle Runden zwischen den vielen Gelbphasen, gutes Set-up von Reifen und Fahrwerk und perfekte Boxenstopps. Nach 33 Runden wurde das Team als Dritter in der mit 19 Startern am stärksten besetzten Klasse V4 abgewunken. Beim Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLR) zeigten die Routiniers, dass mit ihnen in der Corona-Saison wieder zu rechnen ist.

"Schorle" Radulovic schaut aber bis zum nächsten Rennen am 24. Oktober noch weiter nach vorne: "Da ist noch etwas mehr drin. Wir werden die Abstimmung verbessern und auch die Abgasführung optimieren." Beim Rennen musste er mehr in den Rückspiegel schauen als nach vorne, um die mit deutlich Geschwindigkeitsüberschuss heranschießenden Werksteams im Blick zu behalten. "Da wird voll reingehalten – ohne Rücksicht auf Mensch und Material", ist der Routinier von der zunehmenden Rücksichtslosigkeit auf der Strecke irritiert. Mit Folgen: zahlreiche Unfälle bereits im Training, viele lange Gelbphasen, Tempolimits und Trümmerteile auf der Strecke.

In Gelbphasen eingebremst

Im Training konnten deshalb nur die Pflichtrunden absolviert werden: Platz neun in der Klasse. Michael Flehmer, in aller Regel ein sehr erfahrener Startfahrer, wurde in den ersten Runden durch lange Gelbphasen immer wieder eingebremst, dennoch war es ihm vorbehalten, in der sechsten Runde mit 9:55,86 Minuten die schnellste Runde des Teams zu fahren.

Er übergab nach acht Runden als Achter an Radulovic. Mit einem Satz vorgewärmter Slicks ließ es der Besenfelder in der ersten Runde richtig brennen und überholte zwei Konkurrenten, ehe ihn die vielen Gelbphasen einbremsten. Dennoch übergab er nach neun Runden als Dritter an Rolf Derscheid.

Dass das Team funktioniert, zeigte sich nicht nur auf der Strecke, sondern auch bei den Boxenstopps. Die Mindeststandzeiten wurden optimal koordiniert und plötzlich fand sich das Team auf Platz zwei wieder. Teamchef Rolf Derscheid übernahm das Steuer und nutzte zwei Runden ohne Gelbphase, um den dritten Platz zu sichern. Er übergab nach neun Runden an Michael Flehmer. Nun war es am Startfahrer, im vierten Stint den Podestplatz ins Ziel zu bringen.

Boxencrew souverän

Beschäftigte das Team im vergangenen Jahr das Set-up aus Fahrwerk und Reifen mehr als die Strecke und die Wettbewerber, so haben Fahrer und die Boxencrew in dieser Saison sehr schnell an den richtigen Stellschrauben und Parametern gearbeitet. Das freie Training war dazu eine unfreiwillige Lehrstunde, als mit gebrauchten Reifen das Fahrwerk fein abgestimmt werden sollte. Da die Reifen sich mit zunehmendem Verschleiß völlig anders verhielten, waren die Erkenntnisse für das Training und Rennen fast nutzlos. Aber nicht ganz: "Wir wissen jetzt, wie lange die Reifen halten", gewann Radulovic der Doktorarbeit aus Fahrwerkseinstellung, Reifendruck, -temperatur und -abnutzung etwas Gutes ab.

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