Entlang der Zollernstraße wird derzeit Abbruchmaterial zwischengelagert. Foto: Kauffmann

Die Abrissarbeiten auf dem Maute-Areal schreiten voran, der Gestaltungsbeirat hat die Bewerbungen gesichtet und im März entscheidet darüber der Gemeinderat. Das ist der aktuelle Stand in Sachen Entwicklung des Maute-Areals.

Die Abrissarbeiten auf dem Maute-Areal schreiten deutlich sichtbar voran. Die größten Gebäude sind schon abgebrochen, nun folgen die kleineren.

 

Das Bauwerk, das direkt an der Raichbergstraße/Ecke Zollerstraße aktuell abgebrochen wurde, befindet sich bereits seit mehreren Jahren im Eigentum der Gemeinde Bisingen, zu Werke konnten die Bauarbeiter dort erst Anfang 2024 schreiten: Es war bis Ende des vergangenen Jahres noch an einen ortsansässigen Betrieb vermietet, berichtet Holger Maier, Leiter des Bauamts, auf Nachfrage.

Derzeit werden noch die restlichen Kellerbauwerke entfernt, beginnend mit den Kellern direkt an der Bahnhofstraße. So führten die Arbeiten Stück für Stück Richtung Zollerstraße. Dabei wird auf dem Gelände der Bauschutt nach Baustoffen sortiert, zerkleinert und beprobt.

Maier erklärt: „Anhand der Probe-Ergebnisse wird dann festgelegt, ob das Material auf einer Bauschuttdeponie entsorgt werden muss, oder als Recyclingmaterial für eine andere Baumaßnahme verwendet werden kann.“

Beton wird gelagert und recycelt

Entlang der Zollerstraße lagert die Gemeinde zertifiziertes Betonrecyclingmaterial zwischen, genutzt werden soll es für spätere Baumaßnahmen auf dem Maute-Areal.

Wie viel Abbruchmaterial insgesamt anfällt? Das ist schwer zu sagen, so Maier. Man rechnet – laut Leistungsverzeichnis – mit 50 000 Tonnen, allerdings macht erst die Abrechnung offensichtlich, wie viel Material wirklich angefallen ist. Derweil hat der Gestaltungsbeirat über die Bewerbungen für die Bebauung künftiger Grundstücke am 6. Februar beraten. Das Gremium hat die Bewerbungen anonymisiert gesichtet und eine Priorisierung getroffen, die der Gemeinderat als Arbeitsgrundlage erhält. Während einer Gemeinderatssitzung im März sollen die Konzepte vom Gemeinderat beraten und zugeteilt werden.

Anna Heizmann, die das Projekt von Seiten der Steg begleitet, berichtete dazu bereits im Januar auf Nachfrage: „Bis zur Zuteilung durch den Gemeinderat wird der Datenschutz gewahrt. Nach Zuteilung könnte eine Veröffentlichung der einzelnen Konzepte erfolgen, sofern die Bewerber dem zustimmen.“ Die Vergabeverfahren eins und zwei waren am 15. Januar ausgelaufen.

Umliegende Straßen werden erneuert

Nachdem seit diesem Jahr alle Gebäude auf dem Areal abgebrochen sind, besteht Platz für die Erschließung. Nicht nur innerhalb des Maute-Areals werden neue Leitungen verlegt, neue Straßen und Plätze gebaut. Es wird auch begonnen, die umliegenden Straßen ober- und unterirdisch zu erneuern. Betroffen von den Baumaßnahmen werden die Bahnhofstraße, die Raichbergstraße, die Zollernstraße und die Goethestraße sein.

Ein wahrer Meilenstein soll im Jahr 2025 erreicht werden: Sobald das Gelände erschlossen ist, können dort die Bagger anrollen, um die neuen Gebäude zu bauen, die nach Konzepten erstellt werden, die der Gemeinderat im März auswählt.