Bei der Übergabe der Geschenke: Moritz Schwenk, Hansi Drotleff, Marco Iantorno, Christian Riethmüller, Boris Palmer, Anton Hofmann, Massimo de Lorenzo, Ertekin Arslan und Serdar Can. Foto: Spielvereinigung Loßburg

Die Loßburger Benefizspiel-Initiative um Marco Iantorno und zahlreiche Prominente überbrachte am Nikolaustag dem Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen viele Geschenke und auch Geldspenden.

Loßburg/Tübingen - Da staunte Anton Hofmann, der Vorsitzende des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen nicht schlecht, als Marco Iantorno, der Initiator der Loßburger Benefizspielinitiative, und zahlreiche weitere Unterstützer – unter ihnen Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, der Vize-Präsident des VfB Stuttgart Christian Riethmüller, der Kampfsportler Massimo de Lorenzo, Trainer aus verschiedenen Vereinen und Vertreter von Firmen aus dem Raum Loßburg – am Nikolaustag zu einer Spendenübergabe im Tübinger Elternhaus des Vereins eintrafen.

Dort wurde ein riesiger Geschenkeberg aufgebaut: Spielzeug, Bastelmaterialien, Süßigkeiten – und 25 Paar Boxhandschuhe für Kinder. Neben den Geschenken wurden auch noch Geldspenden in Höhe von 6000 Euro überreicht.

Kindern zu helfen ein Herzensanliegen

Zuerst berichtete Iantorno über die von ihm initiierte Spendeninitiative. "Kindern in Not zu helfen, ist mir ein Herzensanliegen", sagte er, und alle Zuhörer staunten, mit welcher Effektivität, aber auch welcher Leidenschaft Iantorno Sach- und Geldspenden für erkrankte Kinder aufbringt. Er hatte unter anderem signierte und von Profi-Fußballern getragene Trikots versteigert, um den kranken Kindern eine Freude zu bereiten. Hofmann bedankte sich sichtlich berührt von dieser Aktion, und alle Spender sagten dem Förderverein weitere Unterstützung zu. "Das war heute eine richtige Weihnachtsüberraschung", sagte Hofmann.

Nicht nur der Chef des Fördervereins war bei der Übergabe voll des Lobes ob so viel Engagement und Spendenbereitschaft. Palmer zeigte sich sogar "baff" und dankte ebenso wie VfB-Aufsichtsrat Riethmüller Iantorno und allen Beteiligten für diese außergewöhnliche Unterstützung für die Kinderkrebsklinik.

Und auch eine weitere Nachricht, die am Rande des Besuchs auf großes Interesse stieß, hatte es in sich.

Jugendleiter räumt seinen Posten in Loßburg

Bereits vor der Übergabe der Geschenke machte Marco Iantorno öffentlich, dass er am 1. Januar 2022 seinen Posten als Jugendleiter bei der Spielvereinigung Loßburg räumen und künftig in gleicher oder ähnlicher­ Funktion bei der Spielvereinigung Freudenstadt tätig sein werde. Eine Bekanntgabe, die vor allem in Loßburg auf viele wie ein Paukenschlag wirkte. Gerade deshalb, weil Iantorno nicht nur in Sachen Jugendarbeit gemeinsam mit den Partnervereinen SV Wittendorf, VfB Lombach und auch dem SV Glatten einen viel beachteten Job hingelegt hatte, sondern auch wegen der Charity-Veranstaltung für das unheilbar kranke Gebrüderpaar Marcel und Benny Fritschi aus Gütenbach im Schwarzwald, bei der im Juli mehr als 700 Besucher nach Loßburg kamen.

Nun aber hat Iantorno "nach reichlichem Überlegen" beschlossen, zum Jahreswechsel den Schritt nach Freudenstadt zu gehen. Er sieht dort nicht nur mehr Möglichkeiten, seine Visionen von aktiver Jugendarbeit weiterzuentwickeln, sondern hebt auch die "perfekten" infrastrukturellen Möglichkeiten in der Stadt hervor.

Und noch etwas verriet Marco Iantorno dabei eher am Rande: "Dann ist da in Freudenstadt auch noch mein väterlicher Freund, Speckwirt-Gastronom Harry Kläger". Mit diesem plane er für den Sommer 2022 ein weiteres Charity-Event für Marcel und Benny. "Harry hat exzellente Verbindungen und ist schon jetzt fleißig am Ball. Dann können wir die großzügige Freudenstädter Infrastruktur noch besser nutzen", schwelgt Iantorno bereits in Vorfreude.

Palmer und Riethmüller sichern Unterstützung zu

Sowohl Palmer als auch Riethmüller gaben den Loßburgern nach der Geschenkübergabe ein Versprechen: "Wenn es im Sommer 2022 wieder zu einem Charity-Event für Marcel und Benny kommt, sind wird dabei", sagten beide.