"Vollgas" hieß es für die Läufer nach dem Startschuss. Am Ende siegte der Kenianer Joseph Dapal (Startnummner 4). Foto: Kara

Leichtathletik: Läufer aus Afrika legen gleich nach Startschuss hohes Tempo vor und setzen sich schnell ab.

Zu einer klaren Angelegenheit für die Läufer aus Kenia wurde am Sonntag der 10. Volksbank-Albstadt-Citylauf in der Ebinger Innenstadt. Die Läufer aus Afrika legten gleich nach dem Startschuss ein hohes Tempo vor und setzten sich schnell vom Feld ab. Rund für Runde wuchs der Vorsprung, und am Ende absolvierte Joseph Dapal die insgesamt zehn Kilometer auf dem zwei Kilometer langen Rundkurs in 29:24 Minuten und verwies seinen Landsmann Bethwel Chemweno im Schlussspurt auf den zweiten Rang.

Dahinter landeten mit den Kenianern Michael Ngure Ddungu (29:33), Philipp Ruto (29:42) und David Cheboswony (29:53) sowie dem Äthopier Endisu Getachew (30:12) weitere Läufer aus Afrika auf den vorderen Plätzen. Danhinter folgte der deutsche Vizemeister über 5000 Meter, Martin Sperlich (VfB Friedrichshafen/30:34) als bester Deutscher, gefolgt vom Deutschen Berglaufmeister Joseph Katib (LAC Quelle Fürth/31:01).

Bester Lokalmatador war Simon Friedrich (LAV Stadtwerke Tübingen), der mit einer Laufzeit von 32:51 Minuten Elfter wurde. "Ich bin voll zufrieden", sagt der Straßberger, der sich derzeit auf einen Marathon vorbereitet und vor dem Hauptlauf schon den Funlauf über sechs Kilometer bestritten hatte, "Mein Ziel war es, unter die besten 15 zu kommen und unter 33 Minuten zu bleiben, das habe ich geschafft."

Als einziger Läufer der insgesamt 140 Starter nahm der Geislinger Pascal Brobeil die zehn Kilometer barfuß in Angriff und landete nach 38:01 Minuten auf Rang 32. "Das war das erste Mal, dass ich zehn Kilometer ohne Schuhe gelaufen bin. Aber wenn du die richtige Technik hast, geht das ganz gut. Ich wollte den Läufern aus Afrika ein Zeichen geben, es im nächsten Jahr vielleicht auch einmal ohne Schuhe zu wagen", sagt der Geislinger mit einem Lächeln im Gesicht.

Einen Start-Ziel-Sieg landete bei den Frauen die Kenianerin Mary Wangechi Maina. Nach 33:01 Minuten passierte die 23-Jährige die Ziellinie, sank auf die Knie und dankte Gott. Nur neun Sekunden dahinter rannte Alina Reh als beste Deutsche ins Ziel und brach so in die afrikanische Phalanx ein. "Ich habe mich nicht getraut, Mary Maina anzugreifen, da ich Angst hatte, hintenraus dann einzugehen. Vielleicht hätte ich es tun sollen. aber mit Rang zwei bin ich zufrieden. Das war einklasse Lauf in Albstadt vor der tollen Kulisse", sagt U20-Europmaeisterin über 3000 und 5000 Meter vom SSV Ulm. Beste Lokalmatador­in wurde Ricarda Hotz (TSV Stetten a. k. M.) als Sechste mit einer Laufzeit von 36:58). "Super. Ich wollte unter 38 Minuten bleiben; das ist mir geglückt."

Mit Rang sieben musste Vorjahressiegerin Julia Jahr (TG Schömberg/38:34) vorlieb nehmen. "Das ist okay, denn mir war es etwas zu kalt. Aber das Publikum war wieder super." Das konnte Christine Gess nur bestätigen. Die Balinger Mittelstrecken-Spezialistin, die für die LG Stadtwerke München startet, hatte sich auf ungewohntes Terrain gewagt und belegte mit 38:45 Minuten Rang acht. "Die ersten sieben Kilometer war es Spaß, danach nur hart: Ich bin froh, dass ich im Ziel bin."  Die gesamten Ergebnisse des 10. Citylaufs sind im Internet unter www.albstadt-citylauf.de zu finden.

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