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Am Abend heulen die Sirenen in der 400. 000-Menschen-Stadt. Raketenalarm. Zwei Raketen schlugen in der Nähe der Stadt ein.

Tel Aviv - Am Abend heulen die Sirenen in der 400. 000-Menschen-Stadt. Raketenalarm: Die Hamas-Terroristen können Langstreckenraketen abfeuern, die bis ins Stadtzen­trum reichen. Zwei Raketen schlugen in der Nähe der Stadt ein. Die Menschen auf den Boulevards interessiert das nicht. Vor den Cafés sitzen sie an Tischen, schlürfen Orangensaft und plaudern.

Ein Zustand, an den sich Tel Aviv gewöhnt hat. Und die Stadt macht einfach weiter. Hupende Autos. Stoßstange an Stoßstange. Die Menschen trinken ihren Kaffee am Rothschild-Boulevard, schieben ihre Kinder spazieren oder schwimmen noch in den Wellen des immer noch wärmenden Mittelmeers. Eine junge Israelin kauft ihr Brautkleid in der Dizengoff-Street. Auch das Heiraten in den künstlich angelegten Hochzeitsgärten rund um die Stadt geht weiter. Und vor den Einkaufszentren und den großen Busstationen kontrollieren Sicherheitsbeamte die Taschen – aber das tun sie ja immer. So hat Tel Aviv bis heute überlebt.