Joe Kenny (von links), Arno Haas und Rares Popsa spielen bei der 89. Hammond-Jazz-Night. Foto: Christoph Ziechaus

Die Hammond-Jazz-Night hat in der „Szene 64“ in der Geißhalde ihre Halle gefunden und das Publikum ist in den Clubsesseln heimisch geworden. Das Kulturbesen-Programm geht nun am Wochenende weiter.

Die 89. Hammond-Jazz-Night war keine Auffrischung der ersten, bei der im September 2006 Dagmar Egger mit Arno Haas in der Villa Junghans die erfolgreichste Jazz-Serie der Stadt von Reinhold Hettich eröffnete. Auch damals hatte sie mit dem Quartett zu dem Titel von Duke Ellington „I’m Beginning to See The Light“ das Licht am Horizont gesehen für den Erfolg der Jazz-Reihe, und deshalb war es passend, dass Hettich sie wieder einlud in die neue Location in der „Szene 64“.

 

Wohl keiner der aktuellen Gäste hatte sie vor gut 17 Jahren in der Villa erlebt, konnte sie aber dieser Tage im Rahmen des Kulturbesen-Frühlingsfestivals hören – mit einem unterhaltsamen Programm.

Da war der Bossa „Tristesse“ sicher keine Anspielung auf die rot beleuchtete Bühne und vielleicht ein letztes Glas an der Bar. Der Bebop über Donna Lee von Charlie Parker mit Miles Davis an der „gestopften“ Trompete war die gewünschte Herausforderung der Musiker an der Hammond und um Arno Haas am Saxofon sowie Rares Popsa an der Gitarre. Da brachte der Swing-Klassiker „Cheek to Cheek“ etwas sinnliche Ruhe zur Pause.

Bei „Georgia“ blüht das Gefühl von Heimat auf

Beim Instrumental nach der Pause setzte Arno Haas die Zeichen, die Rares Popsa an der Gitarre voll ausmalte. Die bluesige Hymne „Georgia“ ließ das Gefühl von Heimat bei allen Musikern in ihren Solos aufblühen. „Love for Sale“ von Cole Porter bot Dagmar Egger die Gelegenheit, sich voll zu Wort zu melden, mit viel Gefühl gesteigert zum „Son of a Preacherman“, kraftvoll untermalt mit der Hammond und im Schlussakkord bunt ausgemalt.

Reinhold Hettich (von links), Dagmar Egger, Joe Kenny, Arno Haas und Rares Popsa begeistern das Publikum in der Szene 64. Foto: Ziechaus

Auf der „Route 66“ finden sich alle Blues-Musiker wieder, auch wenn es als Zugabe nicht geplant war. So könnte das Licht am Horizont für die Hammond-Jazz-Night hell aufleuchten, mindestens über die 100 hinaus.

Zwei Veranstaltungen am Wochenende

Das Kulturbesen-Programm in der „Szene 64“ wird am Wochenende mit zwei Veranstaltungen fortgesetzt. Als Erstes unterhalten die Musiker des „SeppDeppSeptett“ am Freitag, 5. April, ab 20.30 Uhr das Publikum; Einlass ist ab 19 Uhr. Die Gruppe ist laut Ankündigung das wohl weltweit einzige Septett mit acht Mitgliedern. Instrumentalmusik, Gesang, Tanz, Komik und Schauspiel verschmelzen zu einem mitreißenden Konzerterlebnis, heißt es weiter. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 24 Euro zuzüglich Gebühren für das Buchungsportal in Höhe von knapp zwei Euro.

Die Musiker der Gruppe „SeppDeppSeptett“ treten am Freitag in Schramberg auf. Foto: Veranstalter

Weiter geht es mit dem Gastspiel des Rock-Trios The Buffalo Chips am Samstag, 6. April, ab 20.30 Uhr. Auf die Gäste warten laut der Band authentische Rockabilly-Titel von Johnny Burnette, sanftere Rocker von Ronnie Dawson, aber auch eigene Stücke wie ihr „Hip, Hip Hurray“. Tickets kosten im Vorverkauf 16 Euro plus Gebühren für das Buchungsportal in Höhe von knapp zwei Euro. Der Einlass ist ab 19 Uhr. Das Team des Kulturbesens bietet Speisen und Getränke.