Anfang dieser Woche wurden an einer der wichtigsten Kreuzungen der B 296 in Calw, jene an der Esso-Tankstelle, zusätzliche Ampeln in Stellung gebracht. Ein Vorbote für weit umfangreichere Maßnahmen, die noch anstehen – Verkehrsbehinderungen inklusive.
Wer zu den Hauptverkehrszeiten durch die Calwer Innenstadt muss, etwa über die Bischofstraße, weiß: Das kann dauern.
Dass ab kommender Woche nun an der Kreuzung der B 296 nahe der Esso-Tankstelle zeitweise einzelne Spuren gesperrt werden müssen, dürfte daher eher für gemischte Gefühle sorgen.
„Aufgrund des Alters und der damit einhergehenden Ausfälle“
Konkret sollen dort unter anderem Ampeln ausgetauscht werden, berichtet Valerie Nußbaum, Pressesprecherin des Landratsamts Calw, auf Anfrage unserer Redaktion.
Und das scheint offenbar nötig zu sein – „aufgrund des Alters und der damit einhergehenden Ausfälle“, erklärt Nußbaum.
Wie die Sprecherin nach Rücksprache mit der Abteilung Straßenbau und -verkehr im Landratsamt ausführt, sei die Ampel-Anlage am Verkehrsknotenpunkt, wo sich B 296, K 4325 und Welzbergweg treffen, im Jahr 1999 errichtet worden.
Die Verkehrssteuerung, also die Technik, die hinter den Ampeln steckt, stamme aus dem Jahr 2008. Diese werde ersetzt. Und da die Signalgeber, also die eigentlichen Ampeln, inzwischen ebenfalls zehn Jahre alt seien und mit der neuen Steuerung kompatibel sein müssten, werden auch diese komplett erneuert.
Auch Masten werden ausgetauscht
In Vorbereitung auf die anstehenden Maßnahmen seien zudem die Masten der Ampeln auf Standsicherheit überprüft. „Hierbei wurde festgestellt, dass in absehbarer Zeit vier dieser Masten getauscht beziehungsweise mit neuen Fundamenten standsicher hergestellt werden müssen“, erläutert die Sprecherin des Landratsamts.
Dies werde daher ebenfalls gleich mit umgesetzt; außerdem sei geplant, unter Umständen einige bereits ältere Verkehrsschilder zu ersetzen.
Kreuzung bleibt befahrbar
In dieser Woche haben Arbeiter nun bereits die provisorische Ampel-Anlage aufgebaut. Diese soll den Verkehr regeln, wenn in einem zweiten Schritt ab Montag, 25. März, die Fundamente, die Steuerung, die Ampeln und die Schilder erneuert werden. Vorgesehen ist, bis zum Ende der Osterferien fertig zu werden.
In dieser Zeit bleibe die Kreuzung eingeschränkt befahrbar. Aber: „Es werden nicht alle Fahrspuren zur Verfügung stehen“, erklärt Nußbaum. Daher müssten Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen rechnen.
Rund 140 000 Euro Kosten
Um letztere gering zu halten, sei der zweite Schritt der Maßnahmen, die eigentliche Erneuerung, auf die Osterferien gelegt worden. Und immerhin: „Eine vollständige Sperrung der Kreuzung ist nicht vorgesehen.“
Die Kosten für die geplanten Arbeiten belaufen sich auf rund 140 000 Euro, teilt die Sprecherin mit. Da es sich um eine Bundesstraße handele, würden die Kosten vom Bund getragen.