Der Nationalpark Schwarzwald wird fünf Jahre alt. Foto: dpa

FDP-Abgeordneter redet Tacheles: "Statt Selbstbeweihräucherung erwarten Menschen vor Ort Lösungen."

Kreis Freudenstadt - Der Nationalpark Schwarzwald wird fünf Jahre alt. Aus diesem Anlass zogen Forscher und Politik am Montag eine erste Zwischenbilanz.

Dabei stand die Biodiversität im Schutzgebiet im Mittelpunkt. "Wir haben bisher mehr als 2100 Tierarten, davon 1400 Insektenarten, mehr als 1050 Pilzarten, fast 600 Farn- und Blütenpflanzen sowie mehr als 200 verschiedene Flechten und fast 400 Moosarten im Nationalpark erfasst", berichtet Nationalparkleiter Wolfgang Schlund. Das seien rund 20 Prozent der in Baden-Württemberg insgesamt vorkommenden Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.

Umweltminister Franz Untersteller wertete das Zwischenergebnis als "Beleg für die herausragende Bedeutung, die der Nationalpark für den Erhalt der Biodiversität in Baden-Württemberg einnimmt".

Timm Kern, Landtagsabgeordneter der FDP, kommentiert das fünfjährige Jubiläum des Nationalparks anders: "Gerade im fünften Jahr des Nationalparks erinnere ich daran, dass es drängende Fragen an die grün-schwarze Landesregierung gibt: Wie bekommt sie die 100-prozentige Kostensteigerungen von einst 23 auf nun 50 Millionen Euro für das Besucherzentrum in den Griff? Wie löst sie das Parkplatz-Problem? Wie stellt sie sicher, dass das Borkenkäfermanagement auch in akuten Befallsmonaten die benachbarten Wälder schützt?" In Kerns Mitteilung heißt es weiter: "Statt Selbstbeweihräucherung erwarten die Menschen vor Ort Lösungen für diese Fragen."

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