Der Chef der Drogeriemarktkette dm, Christoph Werner, lässt sich schnelltesten. Rund 250 Abstrichstationen vor den dm-Fachmärkten sind allein in Baden-Württemberg geplant. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Drogeriemarktkette dm errichtet bundesweit eine Infrastruktur für Abstrichzentren. Termine gibt es über eine App.

Tübingen - Es ist ein kleines blaues Zelt in Tübingen, dem noch mindestens 1000 andere bundesweit folgen sollen. Am Mittwoch hat die Drogeriemarktkette dm eine Schnelltestabstrichstelle am Rande der Altstadt aufgestellt. Christoph Werner, der dm-Chef höchstpersönlich, ist angereist, um den Kampf gegen Corona voranzubringen. „Wir sind in einer nationalen Krise“, sagt er, „wir müssen neue Wege ausprobieren, um aus der Pandemie herauszukommen.“ Er hoffe, dass noch andere Unternehmen dem Beispiel folgen werden. Die Wahl für die erste Teststation sei auf Tübingen gefallen. Oberbürgermeister Boris Palmer und die Pandemiebeauftragte Lisa Federle hätten ein Zeichen gesetzt, wie Politik, Hilfsorganisation und Bürger in Corona-Zeiten gemeinsam aktiv werden könnten.

Geschultes Personal führt die Abstriche vor Ort durch

Die Anmeldung und Terminvergabe für die Corona-Schnelltests erfolgt über die App oder die Homepage des Karlsruher Drogeriemarkt-Unternehmens. Die Kosten übernimmt der Bund. Geschultes Personal führt die Abstriche vor Ort durch. In Tübingen erhalten die negativ Getesteten einen Tagespass, mit dem sie einkaufen oder ins Theater gehen können. Das vom Land genehmigte Tübinger Modellprojekt, das auf massenweises Testen setzt, erlaubt auch die Nutzung der wiedereröffneten Außengastronomie.

Rund 250 dm-Teststationen werden allein in Baden-Württemberg aufgebaut. In der nächsten Woche wird die erste in Stuttgart an den Start gehen. An jeder Station sind rund 100 Tests pro Tag möglich.

  
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