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Kommentar zu Pegida War’s das für die Islamkritiker?

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Kathrin Oertel zieht Konsequenzen aus dem Führungsstreit der Pegida Foto: Getty

Dresden - Es kommt so, wie es kommen musste. Der offene Führungsstreit unter den Pegida-Organisatoren überrascht nicht. Eine so schnell wachsende, so unterschiedlich zusammengesetzte Bewegung wie die der islamkritischen Abendland-Retter trägt von Beginn an stets den Keim der Spaltung in sich. Zu groß sind die Eigeninteressen, zu gefährlich die Parolen extremer Zungen, zu unberechenbar die Auftritte von rechtsextremen Trittbrettfahrern und generell unzufrieden Aufbegehrenden.

Dabei wären die Gründe, die einige der Organisatoren jetzt zum Rückzug bewegen sollen, durchaus – wenn man es in diesem Zusammenhang denn so nennen darf – aller Ehren wert. Die wenn auch späte Distanz starker bürgerlicher Pegida-Bataillone zum rechtslastigeren, deutlich gewaltbereiteren Legida-Ableger ist ihnen hoch anzurechnen. Und auch die ehrliche Empörung über die fremdenfeindliche Hetze der offenbar weiter mitmischen wollenden Hitler-Karikatur Lutz Bachmann zeigt, dass man es sich zu leicht machte, alle Demonstranten über einen braunen Kamm zu scheren. Dass Pegida-Vorfrau Kathrin Oertel versucht, ihren Abgang als ein angefeindetes Opfer zu inszenieren, ist da nicht mehr als eine peinliche Randnotiz.

War’s das mit Pegida? In Köln ist die Kundgebung gestern abgesagt worden. Und auch der Dresdner Aufmarsch am kommenden Montag fällt ins Wasser. Für die bundesweit ohnehin dürftige Mobilisierung dürfte das Signalwirkung haben. Möglich, dass nur ein radikaler Kern übrig bleibt, mit dem sich die Mitläufer dann doch nicht identifizieren wollen. Der Schriftsteller Martin Walser glaubt, dass sich in ein, zwei Jahren niemand mehr an das komische Wort erinnern wird. Es könnte schneller gehen. Auch wenn der Zorn vieler Bürger nicht verraucht ist.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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