Wer sein Auto im Calwer Markt abstellt, sollte sein Kennzeichen kennen. Unser Bild zeigt die Display-Anzeige. Foto: Kaya Bäuerle

Neue Systeme werfen oft Fragen und Bedenken auf. Wie der Versuch unserer Redaktion zeigt, scheint die neue Technik aber selbsterklärend zu sein.

Seit Kurzem gibt es im Parkhaus Calwer Markt keine Schranken mehr. Geparkt wird hier jetzt unter Aufsicht von Kameras. Heißt konkret: Bei der Einfahrt wird das Kennzeichen gescannt. Das wird dann beim Bezahlen gebraucht.

 

Doch wie klappt das? Und klappt’s überhaupt? Viele, die das System bislang noch nicht selbst ausprobiert haben, hegen offenbar Befürchtungen. Auch bei unserer Redaktion kamen bereits Bedenken an.

Wir wollten herausfinden, ob das berechtigt ist – und haben es einfach selbst getestet.

Die Einfahrt Beim Zufahren auf das Parkhaus fällt sofort auf: die Schranken fehlen. Stattdessen steht ein großes Schild vor der ehemaligen Schrankenanlage. Auf diesem ist das Vorgehen in vier Schritten mit Worten und Bildern erklärt.

Parkplatz suchen muss man noch immer

Über der Fläche, an der zu Schranken-Zeiten noch das Ticket gelöst wurde, klebt jetzt ein Zettel, auf dem steht, dass kein Parkschein mehr benötigt wird. Eine Kamera an der Decke scannt die Vorderseite des Autos.

Was gleich geblieben ist: Einen Parkplatz suchen muss man noch immer.

Wer jetzt aber das Auto verlässt – etwa zum Einkaufen oder Arztbesuch –, muss nicht mehr an sein Ticket denken. Dafür allerdings an das eigene KFZ-Kennzeichen.

Das Bezahlen Steht der Heimweg an, geht es wie gewohnt zu den Kassenautomaten. Die neuen Geräte wurden an den selben Stellen platziert, an denen auch die alten standen. In der Parkebene 3, auf Höhe „Ausgang Innenstadt“, findet sich ein Automaten und zwei direkt unten an der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses.

Ein großes Display fordert nun dazu auf, das Kennzeichen einzugeben. Der Automat kann in insgesamt sechs Sprachen eingestellt werden. Ist das Kennzeichen eingetippt, werden Parkdauer und Parkgebühren angezeigt.

Bezahlt werden kann mit Münzen, Scheinen, Kredit- oder EC-Karte – letzteres auch kontaktlos.

Weitere Informationen Neben den Kassenautomaten an der Einfahrt sind Broschüren zum mitnehmen zu finden, in denen die wichtigsten Infos aufgelistet sind.

Parkkarte kann nicht mehr verloren gehen

Das Fazit Unser Selbst-Versuch verlief unspektakulär. Die Automaten sowie der Bezahlvorgang sind selbsterklärend und haben problemlos funktioniert. Der Vorteil des neuen Systems: Ohne Parkkarte muss auf diese auch niemand mehr aufpassen – und sie kann nicht verloren gehen.

Der Nachteil: Wer aufgrund fehlender Schranken das Bezahlen vergisst, zahlt unter Umständen mehr als nötig. Durch die Kennzeichenregistrierung kann das Geld nachträglich eingefordert werden, wobei zusätzliche (Bearbeitungs-)Gebühren anfallen. Wer aus Versehen „unbezahlt“ ausfährt, sollte das melden.

Fragen beantwortet die Parkraumverwaltung unter parken@encw.de, Telefon 07051/1 30 00 Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr, oder persönlich im Servicepoint im Parkhaus ZOB, Montag bis Freitag 7 bis 16 Uhr., Samstag 7.30 bis 17 Uhr.