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Hornberg "In unseren Bieren ist kein Glyphosat"

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"Glyphosat konnte in Ketterer-Bieren nicht nachgewiesen werden", schreibt Geschäftsführer Philipp Ketterer. Foto: Privat

Hornberg - Die jüngsten Berichte über Spurennachweisen von Glyphosat, dem weltweit am meisten eingesetzten Unkrautvernichtungsmittel, in Bieren haben viele Verbraucher verunsichert. Einige Anfragen erreichten auch die Brauerei Ketterer in Hornberg.

"Noch am gleichen Tag haben wir Proben unserer Biere zur gezielten Analyse in ein akkreditiertes Labor geschickt", schreibt Geschäftsführer Philipp Ketterer nun in einer Pressemitteilung. Die Ergebnisse liegen inzwischen vor. "Glyphosat konnte in Ketterer Bieren nicht nachgewiesen werden", schreibt Ketterer weiter. "Wir kaufen seit jeher unsere Zutaten Malz und Hopfen regional ein und brauen mit als natürlichem Mineralwasser anerkannten Brauwasser, was sich auch in der aktuellen Diskussion positiv auswirkt", betont Ketterer. Die deutschen Brauereien betreiben demnach einen sehr hohen Aufwand, um alle unerwünschten Stoffe von ihren Bieren fernzuhalten. Hierzu gehört unter anderem ein vom Deutschen Brauer-Bund betriebenes Rückstandsmonitoring, innerhalb dessen kontinuierlich und systematisch Braumalze auf Pflanzenschutzmittel, darunter auch Glyphosat, kontrolliert werden. Nur selten kann hierbei Glyphosat überhaupt nachgewiesen werden und wenn, dann liegen deren Gehalte um den Faktor 100 unter dem Grenzwert.

"Der pauschale Vorwurf von dem privaten Verein ›Umweltinstitut München‹, die deutschen Brauereien würden die Qualitätssicherung nicht ernst nehmen, halten wir für absurd und völlig unseriös" kritisiert Philipp Ketterer die Veröffentlichung, die er als politisch motiviert bezeichnet. Denn demnächst steht die Entscheidung der EU-Staaten über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat an.

"Glyphosat ist seit rund 40 Jahren als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln enthalten", schreibt Ketterer. In Deutschland ist demnach der Einsatz von Glyphosat beim Anbau von Getreide zu Brauzwecken nicht zugelassen. "Es war allerdings schon immer bekannt, dass sich auch bei bester landwirtschaftlicher Praxis Rückstände in Ernteprodukten und vielerlei Lebensmitteln ergeben können", schreibt Ketterer. Selbst wenn die vom Verein behaupteten Glyphosat-Werte in verschiedenen Bieren zutreffen, müsste ein Erwachsener nach Beurteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung 1000 Liter Bier pro Tag trinken, um ein gesundheitliches Risiko durch Rückstände einzugehen. "Wir sollten sachlich über eine Vermeidung solcher unerwünschten Stoffe diskutieren, die wir als Hersteller von natürlichen Lebensmitteln klar befürworten – aber nicht durch die unredliche Vorgehensweise wie im aktuellen Fall", schreibt Phillip Ketterer zum Schluss.

Ihre Redaktion vor Ort Hornberg/Gutach

Lena Weimer

Fax: 07832 9752-15

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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