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Horb a. N. Schlammbad und Hindernisse beim Mudiator

Von
Foto: Bartler-Team

Horb - Der neue Matschlauf "Mudiator" – dieses Jahr fällt er buchstäblich ins Wasser. Denn: Obwohl der Veranstalter Skyder aus Albstadt angetreten ist, den Nachfolger der "Mission Mudder" für Läufer zu optimieren, waren einige diesmal sauer auf den Veranstalter.

Der Vorläufer "Mission Mudder" war angetreten, um nicht nur Läufern jede Menge Spaß und Herausforderung zu bieten. Lustig verkleidete Gruppen, die auch prämiert wurden. Spektakuläre Hindernisse wie über das Feuer springen vor der Zuschauertribüne auf der Turnierwiese, durch den Neckar waten vor dem Alten Freibad – damit auch Passanten ihren Spaß haben. Vier mal war der Matschlauf ein Highlight auch für alle Horber.

Der neue Mudiator – vom neuen Veranstalter nur für Läufer konzipiert. 2018 gestartet, nachdem Skyder die "Mission Mudder" gekauft hatte. Keine Massenstarts mehr. Zeitmessung. Kein Preis für die am besten verkleidete Laufgruppe.

Leistung statt Spaß. Die Läufer starten in kleineren Gruppen in zehn Minuten Abstand, damit leistungsstarke Läufer überall auf der Zehn-Kilometer-Strecke schön überholen können.

Doch das fällt beim zweiten "Mudiator" in Horb ins Wasser. Ein Teilnehmer, der auf Leistung und Zeit läuft und im Endklassement ganz vorne landete, sagt: "Ich bin todsauer. Der Veranstalter hat seine Sorgfaltspflicht verletzt. Bei der Neckarquerung verlierst du eine halbe Stunde!"

Ein anderer sagt: "Da willst du auf Zeit laufen und stehst in der Schlange. Das nervt extrem."

Nachdem der Schwarzwälder Bote diese Kritik gehört hatte, geht er zur Neckarquerung am Marmorwerk. Krass: Hier kann immer nur ein Läufer nach dem anderen durchs Wasser. Maximal vier. Am Seil. Dahinter steht die vor zehn Minuten gestartete Gruppe in der Schlange, und hinten kommen schon die ersten Läufer der Folgegruppe. Auch sie werden gestoppt, schauen genervt nach oben.

Manuel Wörner, Leiter der DLRG-Einsatzgruppe Horb- Altheim, erklärt: "Der Wasserpegel des Neckars hat sich durch die Unwetter letzter Nacht von 50 Zentimeter auf einen Meter verdoppelt. Die Strömung ist zu stark. Deshalb wurden schon zwei Neckarquerungen aus Sicherheitsgründen gestrichen, und hier geht es nur mit dem Seil."

Zur Sicherheit stehen auch noch zwei DLRG-Retter in Neopren stromabwärts, diesseits und jenseits des Ufers sind auch noch Retter.

Diese Maßnahme –­ absolut verständlich. Führt aber zu Staus. Umso unverständlicher, dass die Starts der einzelnen Gruppen nicht einfach weiter auseinandergezogen werden und die Zahl der Gruppen verkleinert wird, damit dieser Stau so kurz wie möglich wird.

Stephan Salscheider, Geschäftsführer von Skyder: "Wir haben durch das plötzliche Hochwasser Verzögerungen von 15 Minuten. Aber es ging alles gut. Zwei gefährliche Stellen am Neckar mussten wir auslassen!"

Das Mudiator-Chaos durch das Hochwasser – schade und ärgerlich

Denn: Eigentlich hatte Skyder im zweiten Anlauf die Strecke noch einmal optimiert. Neue, lustige Hindernisse mitgebracht. Beispielsweise an Leitern überkopf hangeln, sich an einer riesigen Halfpipe an Seilen hochziehen. Der Lauf – wieder die Sommerhalde hoch.

Auf dem Marktplatz hoch auf ein Brett. Ins Loch rein. Im nächsten Loch in Brusthöhe wieder hochziehen. Frei nach dem Motto hinten auf dem Mudiator T-Shirt: "Quäl Dich, Du Sau!" Auf dem Flößerwasen heißt es dann für die Läufer "Pyramidensteine" ziehen.

Schade für Fans: Das klassische Schlammloch gegenüber von Bosch-Rexroth weicht diesmal dem Zitterbalken. Also Balancierbalken, wo man rüber muss. Nichts mehr mit "Kopfüber ins Wasser." Sehr zum Frust eines Ihlingers. Er sagt: "Ich habe immer die tollen Bilder gesehen. Jetzt hatte ich zum ersten Mal mein Enkele hier, wollte ihm das zeigen." Doch nichts mit Matsch –­ statt dessen schaut der kleine, blonde Junge lieber aufs Wasser. Die Kanupolo-Spieler auf Aufwärmtour im Neckar sind interessanter...

Dafür matscht es dann hinter dem ASV-Sportplatz so richtig – wie immer. Die Läufer müssen unter einem grünen Tuch durch den Modder. Die Cheerleaderin bemerkt süffisant: "Nicht am Rand über das Gras laufen –­ das ist unfair." Ein Läufer, der schon tief eingetaucht ist: "Ihr hättet wenigstens die Steine rausklauben können."

So kommt es, dass die Läufer dann doch noch schmutzbedeckt im Ziel ankommen und das englische Wort Mud (auf Deutsch "Schmutz") in Mudiator sich optisch niederschlägt.

Der Mudiator-Veranstalter ist zufrieden. Salscheider: "Wir haben 150 Läufer mehr als das letzte Mal. Alles ist gut. Wir sind dabei, die Veranstaltung in Horb zu etablieren."

Das Hochwasser, die Hitze-Pause am Samstag –­ für die Johanniter war die Laufveranstaltung entspannt. Gerold Imhof: "Diesmal haben wir keine Hitzeopfer. Wir kleben nur Pflaster – es gibt ein paar kleine Schürfwunden."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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