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Horb a. N. Ihre Schüler standen immer im Mittelpunkt

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Wechsel der "Cheftrainerin": Monika Krahl (rechts) war insgesamt 37 Jahre lang an der Nordstetter Grundschule, davon acht Jahre Rektorin und 16 Jahre Konrektorin. Ihre Nachfolgerin ist Annekathrin Scharf. Foto: Ganswind Foto: Schwarzwälder Bote

Die Nordstetter Berthold-Auerbach-Grundschule ist ohne sie eigentlich kaum vorstellbar. Doch am heutigen Mittwoch hat Rektorin Monika Krahl ihren letzten Schultag. Anne­kathrin Scharf ist ihre Nachfolgerin.

Horb-Nordstetten. Mit Leidenschaft, Herzblut, Unaufgeregtheit und Humor leitete Krahl seit Oktober 2012 die Schule, doch Verantwortung übernahm sie schon viel früher: 44 Dienstjahre, insgesamt 37 Jahre an der Nordstetter Schule, 16 Jahre Stellvertreterin ihres Vorgängers Peter Veith. In den vergangenen Jahrzehnten entstand an der Schule ein besonderes Profil, geprägt von Veith, aber auch von Krahl. Vom Schwerpunkt Sport bis hin zum individuellen Lernen oder das Lernen mit modernen Mitteln wie Computer – die Nordstetter Schule war oftmals Vorreiter in der Schullandschaft. "All das haben wir immer gemeinsam auf die Beine gestellt. Wir waren ein Team, zusammen mit dem kompletten Kollegium", berichtet Krahl.

Als sie von Veith übernahm, führte sie dieses Profil der Schule fort. Nichts konnte sie so schnell umwerfen, auch wenn die Corona-Krise zum Abschluss ihrer Berufslaufbahn noch einmal eine besondere Herausforderung darstellte. "Ich will die Geschehnisse um Corona gar nicht so in den Vordergrund stellen. In der Rückschau werden die vergangenen Monate nur eine kleine Episode sein."

Dennoch haben die vergangenen Monate noch einmal Kraft gekostet. Durch die Corona-Krise wird auch ihr Abschied verhagelt. Das geplante Schulfest kann nicht stattfinden. Auch die offizielle Zeremonie des Schulamts fällt aus. Doch Krahl kann damit umgehen. Im Mittelpunkt musste sie eh nie stehen. Für sie standen immer die Schüler und deren Wohl im Zentrum. "Ich habe bis zum Schluss immer gerne unterrichtet. Auch wenn ich als Rektorin leider keine Klassenlehrerin mehr sein konnte." Auch im Unterricht löste sie Probleme mit Humor, schaffte eine Vertrauensbasis. Mathe-Unterricht mit Frau Krahl, so berichten noch heute viele ehemalige Schüler, das konnte richtig Spaß machen.

Auch für Kollegen und Eltern hatte sie stets ein offenes Ohr und oftmals den richtigen Rat parat. Dieses Miteinander – daraus zog auch Monika Krahl ihre Energie: "Jeder war für jeden da. Auch mit dem Elternbeirat war es immer eine sehr schöne Zusammenarbeit."

Trotz des vielen Stresses als Rektorin bereut sie den damaligen Schritt, Verantwortung zu übernehmen, nicht. "Leider wird man durch viel Verwaltungsarbeit sehr eingeschränkt, für eine Person ist das zu viel. Es wäre gut, wenn sich einer um die Verwaltung kümmern könnte und ein anderer um die pädagogischen Inhalte. Aber es sieht ja gut aus, dass meine Nachfolgerin eine Konrektorin an die Seite bekommt."

Die Nachfolgerin – Anne­kathrin Scharf – kann also auf ein funktionierendes Gebilde bauen. Die 35-Jährige, die ursprünglich aus Wertheim stammt, wagt den Schritt in die Verantwortung – nachdem sie neun Jahre an der Gemeinschaftschule (vormals Werkrealschule) in Horb und zuletzt ein Jahr an der Grundschule in Eutingen tätig war. "Ich hatte schon immer dieses berufliche Ziel. Es war für mich eine bewusste Entscheidung", erzählt sie. Auch wenn sie viele Jahre an einer Gemeinschaftsschule tätig gewesen sei, sehe sie ihre berufliche Heimat an einer Grundschule – auch wenn sie sicherlich auch den ein oder anderen Impuls von der neuen Schulart in den Grundschulalltag integrieren kann. "An der Gemeinschaftschule liegt noch einmal ein besonderer Fokus auf dem individuellen Lernen. Jeder Schüler hat Stärken und Schwächen, auf die man ganz besonders eingeht."

Erst einmal will Scharf ins bestehende System hineinfinden. "Das Konzept und die Bausteine haben mich sofort überzeugt. Deshalb habe ich mich beworben. Hier in Nordstetten ist so viel Gutes entstanden, das werde ich sicher nicht alles umkrempeln." Sie sei bereits toll von Kollegen und Eltern aufgenommen worden. Das gute Miteinander sei sofort zu spüren gewesen. Und wenn sie mal einen Rat benötigt, kann sie Krahl jederzeit anrufen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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