Riesige Chancen in der Welt von morgen bieten die vier neuen Albstädter Studiengänge den Absolventen.Foto: Shutterstock Foto: Schwarzwälder Bote

Hochschule Albstadt-Sigmaringen: Vier neue Studiengänge gehen im Wintersemester an den Start

Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen erweitert ihr Studienangebot. Im Wintersemester 2021/22 gehen die Studiengänge Bachelorstudiengänge Sustainable Engineering sowie Digital Technology and Consulting und die Masterstudiengänge Advanced IT Security und Data Engineering and Consulting an den Start.

Das Studienangebot in Albstadt wächst: Im Wintersemester 2021/22 starten zwei neue Bachelor- und zwei neue Masterstudiengänge, mit denen die Hochschule Albstadt-Sigmaringen hochaktuelle Herausforderungen aufgreift.

Albstadt/Sigmaringen. Mit den vier neuen Studiengängen – den Bachelorstudiengängen "Sustainable Engineering" und "Digital Technology and Consulting" sowie den Masterstudiengängen "Advanced IT Security" und "Data Engineering and Consulting" – reagiert die Hochschule Albstadt-Sigmaringen auf die vier großen Themen der Zeit: Nachhaltigkeit, Sicherheit, Digitalisierung und IT. "Wir sind überzeugt, damit am Puls der Zeit zu sein und einen Mehrwert für die Hochschule wie für die Region zu bieten", sagt Rektorin Ingeborg Mühldorfer. Entstanden sind die neuen Studiengänge in fakultätsübergreifender Zusammenarbeit und mit externer Expertise. Die Inhalte im Einzelnen:

Sustainable Engineering

Der Bachelorstudiengang "Sustainable Engineering" vereint die Stärken im Bereich der Produkt- und Prozessentwicklung mit dem Thema Nachhaltigkeit und ermöglicht den angehenden Ingenieuren einen an den globalen Herausforderungen orientierten Blickwinkel auf die Produktentwicklung. Hans-Joachim Illgner, Dekan der Fakultät Engineering, erklärt: "In allen Prozessen und Produkten wird Nachhaltigkeit künftig eine große Rolle spielen." Das beginne bei der Produktentwicklung, führe über die Lieferkette, ende beim Recycling und der Entsorgung des Produkts – und fließe in nahezu alle Branchen ein. Die Kernkompetenz der Absolventen soll die Nachhaltigkeit sein, gekoppelt mit entsprechenden Engineering-Kompetenzen. Die sogenannten "Grünen Module", welche die Hochschule für den Studiengang anbietet, werden auch anderen, bereits bestehenden Studiengängen der Hochschule zugänglich sein, etwa Maschinenbau und Werkstofftechnik. Gelehrt wird vorwiegend in englischer Sprache – nicht nur, damit aus ausländische Studenten Zugang haben, sondern auch, weil die Absolventen über Deutschland hinaus gefragt sein werden.

"Nachhaltigkeit ist eine Querschnittsfunktion und muss heute in alle Bereiche eines Unternehms implimentiert werden", betont Illgner. Die Absolventen des Albstädter Studiengangs hätten dabei dann die Nase vorn.

Advanced IT Security

Auf den bereits bestehenden Bachelorstudiengang IT Security baut der Masterstudiengang "Advanced IT Security" mit drei Pflicht- und zwei Wahlmodulen auf. "Wir wollen die IT-Sicherheitsexperten von morgen fit machen", sagt Holger Morgenstern, Dekan der Fakultät Informatik. Im Masterstudiengang wird bereits vorhandenes informationstechnisches Wissen sowie das Know-how im Bereich der IT-Sicherheit ausgebaut und die Anwendung moderner Methoden in Kryptologie, digitaler Forensik, Hardwaresicherheit und Cyber-Psychologie vertieft. "Diese Expertise können unsere Absolventinnen und Absolventen dann auf sehr hohem Niveau einsetzen", so Morgenstern. Zahlreiche Wahlpflichtmodule bieten den Masterstudierenden darüber hinaus Einblicke in die benachbarten Fachgebiete Künstliche Intelligenz, Business Analytics und Cyberphysical Systems respektive Industrie 4.0. Außerdem hat die Hochschule einen Experten für "Cyberpsychologie" aus Norwegen gewonnen, bewege sich das größte Sicherheitsrisiko doch auf zwei Beinen, wie Morgenstern sagt. Professor German Nemirovski fügt hinzu: "Der Mann ist ein echter Glücksfall."

Digital Technology and Consulting

"Digitale Kompetenzen in Unternehmen sind eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation unserer Gesellschaft", sagt Lutz Sommer von der Fakultät Engineering, der die Studiengänge maßgeblich konzipiert hat. "Diese Kompetenzen sind wichtig, um künftige digitale Herausforderungen in Bezug auf Produkte und Prozesse frühzeitig zu erkennen und umzusetzen." Doch vom Vollzug der Digitalisierung sei man in Deutschland noch meilenweit entfernt; vor allem im Mittelstand bestehe ein großer Digitalisierungsdruck und kleine Unternehmen, etwa den Einzelhandel, hätten besonders mit den Herausforderungen zu kämpfen. Absolventen des Studiengangs "Digital Technology and Consulting" seien befähigt, den digitalen Transformationsprozess in Unternehmen zu begleiten und voranzutreiben und digitale Geschäftsfelder zu erschließen und weiterzuentwickeln. Die Umsetzung des Mega-Trends Digitalisierung sei eine Herausforderung über die nächsten Jahrzehnte hinaus und unterliege einem permanenten Anpassungsprozess, beton Sommer. Themen wie Big Data, Digitale Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Data Warehousing, E-Business und das "Internet der Dinge" forderten die Unternehmen langfristig heraus. Die Folge sei ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die nicht nur fit in Managementfragen sind, sondern auch über fundiertes Digitalisierungs-Wissen verfügen.

Data Engineering and Consulting

Anknüpfend an den Bachelorstudiengang "Digital Technology and Consulting" startet der Masterstudiengang Data Engineering and Consulting. Daten-Ingenieure beschäftigen sich mit dem Erfassen, Aufbereiten und Auswerten von Daten. Durch die Einbindung des Consultings können Absolventen des Masterstudiengangs diese Daten einerseits bewerten und andererseits praktisch im Unternehmen umsetzen. Der Masterstudiengang kann vollständig digital absolviert werden – mit Onlinevorlesungen am Abend und an Wochenenden sowie Praktika an Wochenenden. Somit ist auch ein berufsbegleitendes Studium möglich. Der Fokus der beiden interdisziplinären Studienprogramme ist daher eine praxisorientierte Ausbildung in Kooperation mit Firmen der Region, Forschungseinrichtungen und Partnerhochschulen.

Ingeborg Mühldorfer ist stolz darauf, was die Professoren da in nur einem Jahr auf die Beine gestellt haben: Angebote, die weit in die Zukunft greifen. An junge Menschen in der Region appelliert sie: "Wir haben das alles hier in der Region – nutzen Sie es!"

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