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Haiterbach Flugkorridore schocken Nachbarn

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Die Fallschirmspringer sind für die Kritiker nicht das eigentliche Problem. Es geht vielmehr um den zu erwartetenden Fluglärm. Symbol-Foto: Kulbis Foto: Schwarzwälder Bote

Haiterbach/Waldachtal. Die Karte zu den Flugkorridoren für das Absetzgelände/Miltärflugplatz in Haiterbach – schon lange im Beteiligungsportal des Landes einsehbar, jedoch erst in diesen Tagen von der Bundeswehr für den Zeitungsabdruck freigegeben – sorgt nun auch in den angrenzenden Gemeinden des Landkreises Freudenstadt für Aufregung. Denn aus der Karte wird ersichtlich, dass die dortigen Kommunen stärker als erwartet vom (auch tief fliegenden) Flugbetrieb betroffen sein werden. Zudem wird eine mangelnde Beteiligung und Information beklagt.

Waldachtals Bürgermeisterin Annick Grassi sagt so: "Die Gemeinde Waldachtal wurde bislang in keinster Weise irgendwie in diesem Verfahren zum geplanten KSK-Absetzgelände beteiligt oder auch nur informiert. Diese Karten heute nun aus der Zeitung zur Kenntnis zu nehmen, fällt mir daher äußerst schwer."

Karl Kocheise, Ortsvorsteher von Grünmettstetten, erklärt: "Natürlich ist klar, dass die Flieger im Umfeld von zehn Kilometern rund um das geplante Absetzgelände eine Einflugschneise benötigen. Dass unser Ort in der Einflugschneise liegt, das hat mich überrascht. Auch davon, wie weit die Korridore gehen."

Er fordert dringend eine Info-Veranstaltung. Kocheise: "Es sollte auf den Tisch kommen, was genau geplant ist. Damit die Bürger sich ausrechnen können, wie hoch die Belastung durch den Fluglärm sein könnte."

Altheims Ortsvorsteherin Sylvia Becht sagt: "Haiterbachs Bürgermeister Hölzlberger hat mich telefonisch informiert. Details kannte ich aber nicht. Eine Info-Veranstaltung wäre hilfreich, damit sich die Bevölkerung ein Bild machen kann. Man weiß immer noch zu wenig über das Projekt."

Auf den drohenden Fluglärm hatte die Bürgerinitiative in Haiterbach wiederholt aufmerksam gemacht. Und ebenfalls darauf, dass das, was zu erwarten sei, bewusst verharmlost dargestellt werde. So sei es ein Trugschluss davon auszugehen, dass die Bundeswehr mit der Transall fliegen werde. Die, so hatte Sprecher Jürgen Kaupp schon mehrfach erklärt, werde ausgemustert. Nachfolgemodell soll die A400M werden. Von der wird allein schon aufgrund der größeren Zahl an Motoren (vier) mehr Lärm erwartet.

Die Flugzeuge lenken aus Sicht der BI aber vom Hauptproblem ab. Das seien die amerikanischen Hubschrauber, von denen der eigentliche Lärm ausgehe.

Der Flugsportverein Nagold hatte mehrfach –­ und zuletzt beim Scopingtermin im Vorlauf für das geplante Umweltgutachten – darauf hingewiesen, dass die angesetzten 120 Übungstage im Jahr sich aufgrund der Bedingungen vor Ort absehbar auf eine Jahreshälfte konzentrieren werden.

Der von der Stadt Haiterbach beauftragte Anwalt Remo Klinger sagt dazu: "Diese Bedenken sind durch den Flugsportverein nachvollziehbar geäußert worden, und von der Bundeswehr kam kein Widerspruch." Bisher wurde der Landkreis Freudenstadt nicht in das Verfahren rund um das Absetzgelände einbezogen. Dies könnte laut Klinger zum Scheitern des Absetzgeländes in Haiterbach führen. Klinger erklärt: "Lärm macht nicht an Landkreisgrenzen halt. Vor einigen Jahren hat unsere Kanzlei die Kommunen im nördlichen Brandenburg und südlichen Mecklenburg gegen den geplanten Bombenabwurfplatz in der Wittstocker Heide erfolgreich vertreten. Auch dort hatte die Bundeswehr die wenige Kilometer nördlich gelegenen Gemeinden im südlichen Mecklenburg nicht in das Beteiligungsverfahren aufgenommen."

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