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Golf Endlich wieder Leben auf dem Green

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Karsten Pollak, Manager des Golfclubs Freudenstadt, freut sich, dass endlich wieder gespielt werden darf. Foto: Haag

Es geht wieder los: Ab Montag, 11. Mai, dürfen die Golfer ihrem geliebten Sport wieder nachgehen. Entsprechend groß ist die Erleichterung in der Region.

Anlage strahlt in Starzach

Auf einen bestens herausgeputzten Platz dürfen sich die Golfer vom Golfclub Schloss Weitenburg freuen. War die ganze Anlage über die vergangenen Wochen komplett geschlossen, was neben dem "normalen Spiel" auch ein Training und überhaupt das ganze Kursangebot unmöglich machte, "strahlt die Anlage derweil in ihrer ganzen Jungfräulichkeit makellos", sagt Vorstand Horst Schock.

Ab 8 Uhr dürfen die Golfer ab dem 11. Mai wieder ihrem Sport nachgehen, wenn auch der Golfclub dabei nach wie vor unter der Landesverordnung hängt. Auf dem Platz selbst werde dies laut Schock durch die Beschränkung auf Zweier-Flights und Startintervalle von zehn Minuten erreicht. Das heißt, dass immer zwei Personen eine Gruppe bilden und gemeinsam von Loch zu Loch spielen, "normalerweise sind Vierer-Flights die Regel", sagt Schock. "Das bedeutet, dass bei 18 Loch 36 Personen unterwegs sind, verteilt auf 80 Hektar. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Spieler dabei über den Weg laufen, ist äußerst gering", sagt Schock lachend, "in jedem Supermarkt geht es anders zu".

Das machte es irgendwann auch schwer, die immer wieder verlängerten Sperrzeiten den Mitgliedern plausibel zu vermitteln, während es in Baumärkten etwa zu Staubildungen kommt. Dabei hatte man im Verein keine Problem damit, die Beschränkungen von Anfang an mitzutragen, "keiner wusste ja genau wie es weitergehen würde", sagt Schock.

Die Mitglieder zeigten sich auch dem Klub gegenüber solidarisch, bezahlten weiter die Mitgliedsbeiträge. "Aber insgesamt haben die Golfverbände vielleicht etwas zu zurückhaltend agiert, haben sich womöglich zu sehr hinter den Individualsportarten im Freien versteckt. Das sind wir natürlich auch – nur mit mehr Platz", so Schock. Außer Windsurfen vielleicht falle ihm keine Sportart ein, "bei der man soweit auseinander sein kann".

Umso mehr freue es ihn, dass mittlerweile Ministerpräsident Kretschmann grünes Licht für die Sportart gegeben hätte, im wahrsten Sinne des Wortes. Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Landesregierung in Baden-Württemberg nämlich auf ein Ampelsystem, mit dem gekennzeichnet wird, was erlaubt ist und was verboten bleibt. "In diesem Ampelsystem setzte Kretschmann Sportarten im Freien auf Grün, sind also erlaubt. Gleich zweimal sprach er dabei von Golf. Es hat lange gedauert, aber jetzt hat er es endlich verstanden", ist Schock erleichtert.

Alle in den Startlöchern

Nun also stehe man in den Startlöchern für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs und man sieht sich beim Golfclub diesbezüglich gut gerüstet. Ab dem kommenden Samstag kann man sich für die Startzeiten anmelden, entweder telefonisch oder online. Weiter setze man neben der Anlage auf so wenig persönlichen Kontakt wie möglich, die Gastronomie und die sanitären Anlagen bleiben weiter geschlossen, verschiedene Bereiche sind absegmentiert. "Überall haben wir Desinfektionsspender aufgestellt, ins Klubheim kommt man nur mit Maske, im Sekretariat steht eine Schutzwand, die Mitarbeiterinnen tragen Visier. Wir sind komplett eingerichtet und sicher, dass durch die Vorbuchung die Spieler eher tröpfchenweise kommen und wir nicht überrannt werden", sagt Schock.

Mittels eines Wägelchens, das auf der Anlage unterwegs ist, sollen die Golfer verpflegt werden, das soll auch die Gastronomie unterstützen. Zwar soll sich das Wetter am Montag nicht von der besten Seite zeigen, "aber nach den vielen Wochen des Wartens kommt es auf diesen einen oder anderen Tag auch nicht mehr an", sagt Schock.

Freudenstadt ist bereit

Vorfreude herrscht auch bei den Verantwortlichen des Golfclubs Freudenstadt. Manager Karsten Pollak freut sich in erster Linie für seine Vereinsmitglieder: "Wir sind natürlich alle sehr glücklich, dass wir ab Montag wieder Golf spielen können. Es wird aber auch Zeit", sagt er. Zwei Monate nach dem offiziellen Startschuss der Saison stehen damit die Ampeln endlich auf Grün und es kann losgehen auf der Golfanlage im Ziegeltäle, die zu den ältesten Anlagen in ganz Baden-Württemberg gehört.

Pollak war in den vergangenen Wochen überwiegend damit beschäftigt, seine circa 600 Mitglieder mit Wasserstandsmeldungen über die Corona-Krise und deren Auswirkungen auf den Golfsport auf dem Laufenden zu halten. "Der Baden-Württembergische und Deutsche Golfverband haben uns sehr gut mit Informationen versorgt und wir haben diese Infos an unsere Mitglieder weitergegeben", erklärt er. Die Mitglieder hatten lange Zeit, so Pollak, großes Verständnis für die nicht gerade einfache Situation. In den vergangenen beiden Wochen sei die Ungeduld im Lager der Golfspieler jedoch etwas größer geworden, da mittlerweile in einigen Bundesländern wie in Rheinland-Pfalz oder auch Berlin der Spielbetrieb wieder freigegeben wurde.

Ein weiteres Vertrösten der Spielfreigabe wäre aus Sicht der Golfer in Baden-Württemberg nicht nachvollziehbar gewesen. Die Plätze sind aufgrund der guten Pflege der vergangenen Wochen bestens in Schuss, alle warteten auf den Tag X, der nun gekommen ist. Die Regelung des Spielbetriebs ist zukünftig aufgrund des zu erwartenden Andrangs nur über eine Startzeitvergabe möglich. Bis die Online-Buchung eingerichtet ist, werden in Freudenstadt die Startzeiten nur telefonisch vergeben. Die Vorgaben seitens des Verbandes und der Behörden müssen dabei strikt befolgt werden, es wurden umfassende Regelungen zur praktischen Durchführung des Spielbetriebes auf der Anlage erarbeitet. Dabei gehe es besonders um die Hygienebestimmungen. So bleiben die Duschen und Umkleidekabinen geschlossen, etliche Stellen zur Desinfektion der Hände wurden eingerichtet. Ein großer Wermutstropfen, nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht: Die hauseigene Gastronomie muss noch warten.

Erleichterung in Alpirsbach

Ähnlich große Erleichterung gab es auch von Seiten des Golfclubs Alpirsbach. Dessen Präsident Joachim Gutgsell konnte zum Zeitpunkt des Gesprächs mit unserer Zeitung noch keine endgültige Entwarnung geben. Am Donnerstag aber war auf der Homepage zu lesen, dass ab Montag mit reservierter Startzeit in Zweier-Flights gespielt werden darf. "Wir freuen uns natürlich darauf, endlich wieder spielen zu können und hoffen auf den baldigen Normalbetrieb, um auch den geselligen Teil des Sports wieder pflegen zu können", hatte Gutgsell im Gespräch gesagt.

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