Zur Rücknahme des Verbots im Vorfeld aus den Gemeinderatsunterlagen zu berichten, hat unser Leser Herbert Kirne aus Villingen-Schwenningen folgende Meinung.
Zu dem Artikel möchte ich dem Schwarzwälder Boten und dem Südkurier herzlich danken, dass Sie es geschafft haben, dass das Presse-Verbot in St. Georgen zurück genommen wurde.
Leider versucht man diese Methode der Einschränkung der Pressefreiheit bezüglich Stadtratssitzungen auch in anderen Kommunen einzuführen.
Haben die Sofasitzenden und Sitzungsgeld bekommenden Volksvertreter der Stadt noch nicht gehört, dass „Transparenz“ angesagt ist?
Wenn aus den öffentlichen Sitzungen (Abstimmung) und vorliegenden Anträgen (öffentlich einsehbar) nicht mehr berichtet werden darf zum Wohle der Abstimmer und des Stadtoberhaupts, kann dieser gewählte Personenkreis in der Öffentlichkeit eine Meinung haben, die aber nicht der eigenen Abstimmung entspricht. Das Volk kann vor Ort (zum Beispiel Latschariplatz in Villingen) bei Kundgebungen von Auge zu Auge direkt angelogen werden. Man (Stadtrat) will im Auge des Fragenden gut aussehen und wieder gewählt werden, kommode Meinung gegenüber den Wählenden, intern jedoch stimmt man anders.
Kommode Meinung gegenüber den Wählenden
Wie Studien besagen, ist in der heutigen Gesellschaft, durch die verschiedenen Sozialen Medien, der direkte Kontakt mit Mitmenschen lästig und man meidet auch diese soweit es geht. Gerade aktuell ist die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga, die durch Intransparenz eine Revolution in der Fußballgemeinde ausgelöst hat.
Ist nicht am 23. Februar im „Hohen Haus“ der BRD eine Bundestagssitzung gewesen zum Thema Pressefreiheit?
Herbert Kirne Villingen-SchwenningenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.