Mit einer Besichtigung der Baustelle der künftigen Kindertagesstätte in der Wilhelmstraße hat die öffentliche Sitzung des Gemeinderats Bitz begonnen. Die Chance, in den Rohbau mal reinzuschauen, haben auch zahlreiche Bürger genutzt.
Der Bauleiter des Konstanzer Architekturbüros Schaudt, Bernd Ehrle, erläuterte am Dienstagabend den Stand der Bauarbeiten an der künftigen Kindertagesstätte in der Wilhelmstraße, während die Fensterbauer noch im Dunkeln fleißig am Werk waren. Es gehe jetzt „Schlag auf Schlag“. Momentan sei man in der Rohinstallationsphase; der milde Winter habe kaum zu Verzögerungen geführt. Die Module seien fertig, das erste Schrägdach ist bereits zu.
Einen kleinen zeitlichen Aufschub habe es bei den Fenstern gegeben: Auf die erste Ausschreibung der Fenster- und Türenarbeiten war kein Angebot eingegangen, das den Bedingungen der Ausschreibung entsprach. Das einzige Angebot war unangemessen hoch und lag mehr als 90 Prozent über dem geschätzten Auftragswert, so dass die Fensterarbeiten neu ausgeschrieben werden mussten. Inzwischen sei das Problem zufriedenstellend gelöst worden.
Das Dach ist als nächstes an der Reihe
Bernd Ehrle gab den Fahrplan für die beiden kommenden Wochen bekannt: Zuerst ist das Dach an die Reihe. Das Dach decken im Winter ist in aller Regel problemlos möglich, solange die Fläche nicht vereist ist. Wenn das Dach dicht ist, wird der Estrich verlegt, sofern es das Wetter zulasse. Eine Estrichverlegung ist bei Temperaturen unter fünf Grad Celsius in unbeheizten Räumen nicht möglich. Der Einbau der restlichen Fenster und der Außentüren verlaufe parallel.
Der Innenhof werde noch in dieser Woche fertig. Er müsse als erstes erledigt werden, denn die Außenanlagen „wachsen“ aus dem Innenhof heraus. Ein umzäunter Fußweg zum Parkplatz ist vorgesehen. Über den Belag wird sich der Gemeinderat bei einem Vor-Ort-Termin bei Tageslicht einigen, gab Bürgermeister Hubert Schiele bekannt.
Nach wie vor ist Schiele davon überzeugt, dass die Einweihung der neuen Kindertagesstätte im Oktober erfolgen kann. Bernd Ehrle zeigte sich nicht ganz so optimistisch: „Das würde ich heute noch nicht unterschreiben.“ Wenn das Dach dicht ist, könne er Genaueres sagen.
Im Rathaus warfen die Gemeinderäte einen ersten Blick auf die Sanitäreinrichtungen und waren von der farbenfrohen und kindgemäßen Ausführung restlos begeistert. „Da möchte man doch glatt noch einmal Kind sein“, war die einhellige Meinung.
Das Angebot liegt weit unter dem Ansatz
Zwischenzeitlich hat das Architekturbüro Schaudt aus Konstanz die öffentliche Ausschreibung für das Gewerk „Innentüren und Verglasungen“ erledigt. Der Termin zur Angebotseröffnung fand am 15. Februar statt. Von den fünf eingegangenen Angeboten vergab der Gemeinderat die Arbeiten an die Firma Bucher aus Owingen: Mit einem Angebot von 188 914 Euro war sie die günstigste Bieterin. Zudem liege das Angebot unter den erwarteten Kosten – das Planungsbüro Schaudt hatte mit Kosten von etwa 228 500 Euro gerechnet.