Zum Ende des Kindergartenjahres verlässt Katja Ruoff die „Pusteblume“. Auf sie warten neue Aufgaben in Hechingen. Foto: Marschal

Elf Jahre lang hat Katja Ruoff die Kita Pusteblume als Leiterin geprägt und in dieser Zeit viel bewegt. Mit dem Ende des laufenden Kindergartenjahrs endet auch für die 49-Jährige ihre Zeit in der „Pusteblume“.

„Ich möchte einfach noch mal etwas Neues machen“, erklärt Katja Ruoff. Elf Jahre lang hat sie die Kita Pusteblume geleitet. Zu den Sommerferien verlässt die Geislingerin die Kindertagesstätte und tritt eine neue Arbeitsstelle an.

 

Die 49-Jährige blickt auf eine bewegte Zeit in der „Pusteblume“ zurück: Als sie 2013 die Leitung der Kindertagesstätte übernommen hatte, wurde sogleich die Krippe eröffnet. Seither werden in der Einrichtung in der Wangenstraße auch Kinder betreut, die jünger als drei Jahre alt sind.

2018 kam der Waldkindi dazu

Der nächste Meilenstein folgte 2018 mit der Eröffnung des Wald- und Naturkindergartens am Schopflenwald, welcher an die Kindertagesstätte angegliedert ist. Die Idee für einen Kindergarten, in dem die Naturpädagogik im Mittelpunkt steht, keimte in den Jahren davor in der „Pusteblume“ auf. „Wir haben bei der Stadt und beim Gemeinderat damals offene Türen eingerannt“, erzählt die 49-Jährige. Damals ist der Kindergarten mit einer Gruppe gestartet, mittlerweile werden am Schopflenwald 30 Kinder über drei Jahren betreut.

1996, zu Beginn ihrer Berufslaufbahn, hat Katja Ruoff nach ihrer Ausbildung am Edith-Stein-Institut in Rottweil schon einmal einige Monate im damals neu eröffneten städtischen Kindergarten gearbeitet. Dann folgte der Wechsel an einen Kindergarten in Hechingen. Sie gründete in der Zwischenzeit selbst eine Familie und kam 2013 als Leiterin zurück zu ihren Wurzeln. „Ich war all die Jahre mit der ‚Pusteblume‘ verbunden“, erzählt sie. Auch ihre beiden Kinder haben den Geislinger Kindergarten besucht, sodass sie die Einrichtung auch aus Elternsicht gut kennt.

Spaß an Verwaltungsaufgaben

Obwohl Ruoff Erzieherin mit Leib und Seele ist, mochte sie auch die Verwaltungstätigkeit. „Das hat sich in den vergangenen Jahren als Leiterin herauskristallisiert“, erklärt sie. Die Geislingerin hat Spaß am Organisieren, am Pläne machen und an administrativen Aufgaben. Sie war in den zurückliegenden elf Jahren keiner Gruppe zugeordnet, sondern versuchte neben dem Administrativen immer Zeit zu finden, in unterschiedlichen Gruppen mitzuarbeiten. Nach den Sommerferien wird sie ganz in die Verwaltung wechseln. Im vergangenen Jahr hat sie eine Weiterbildung zur Fachberaterin absolviert und wird nun in Hechingen in der Fachaufsicht für Kindertagesstätten arbeiten. In der Verwaltung wird sie dann für die Hechinger Kindergärten zuständig sein.

Die strahlenden Kinderaugen werden fehlen

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt Ruoff. „Doch es ist auch ein Abschied mit einem weinenden Auge.“ Auf die Frage, was sie an der „Pusteblume“ am meisten vermissen wird, muss sie nicht lange überlegen. „Die strahlenden Kindergesichter werden mir fehlen“, erzählt die 49-Jährige. Die Kinder hat sie ins Herz geschlossen, und sie habe immer auf ein tolles Team bauen können.

Die Tür stand immer offen

Obwohl sie als Kita-Leiterin viel Zeit im Büro verbracht hat, stand ihre Tür den Kindern immer offen. Dass sie in Hechingen keinen Besuch von kleinen Menschen am Schreibtisch haben wird, die ihr den Arbeitsalltag versüßen, könne sie sich nur schwer vorstellen.

Auch wenn sie die „Pusteblume“ schweren Herzens verlässt, macht sie sich um deren Zukunft keine Sorgen. „Wir haben hier ein top Team mit vielen verschiedenen Ausbildungen und pädagogischen Schwerpunkten und die Stadtverwaltung sowie den Gemeinderat wohlwollend hinter uns“, erklärt sie.

Derzeit wird eine Nachfolge für Ruoff gesucht. Die scheidende Kita-Leiterin ist guter Dinge, dass die Stelle qualifiziert nachbesetzt wird, hofft aber, dass dies möglichst schnell geschieht, um einen guten Übergang zu ermöglichen.