Die neuen Planungen für das Baugebiet sehen eine kleinere Fläche als zuvor vor. Der Hügel soll nicht bis zum Aussichtsturm, sondern nur weiter unten bebaut werden. Foto: Jambrek

Der Gemeinderat Schiltach treibt die Planung für die Anfertigung des Bebauungsplans „Hinter dem Schloss“ weiter voran. Die ursprünglich geplante Fläche wurde um 2,3 Hektar verkleinert, um eingegangener Kritik zum Erstentwurf entgegenzutreten.

In der Ratssitzung am Mittwochabend gab Stadtplaner Henner Lamm einen Einblick in das überarbeitete Konzept für die Erschließung und bat um die Zustimmung der Ratsmitglieder auf dieser Basis den Bebauungsplan-Vorentwurf mitsamt Umweltbericht und Straßenplanung zu erarbeiten.

 

Besonders Bürgermeister Thomas Haas plädierte dafür, die Planungen für das Baugebiet „Hinter dem Schloss“ voranzutreiben, da Baugebiete aufgrund der zuletzt stark zugenommenen Bürokratie immer schwerer zu realisieren seien. Auch Lamm betonte, dass es gut sei die Planungen zu finalisieren. Sei das erst einmal passiert, müsse zum Glück nicht sofort faktisch erschlossen werden. Dementsprechend könne so wie Haas es vorschlage erst „Vor Leubach“ und anschließend „Hinter dem Schloss“ mit neuen Bauten erschlossen werden. Auch abschnittsweise könne eine Erschließung der vier geplanten Bauflächen im Umfang von etwa 18 800 Quadratmetern erfolgen.

Einstimmiger Beschluss

Die Ratsmitglieder beschlossen einstimmig mit einer Enthaltung die weitere Planung gemäß des Vorschlags von Lamm anzugehen. Zudem beschlossen sie in gleicher Abstimmung, auch eine weitere Waldfläche angrenzend an die Schramberger Straße im Tal mit in den Bebauungsplan aufzunehmen.

Unsere Redaktion hörte sich bei den Anwohnern des neu geplanten Baugebiets „Hinter dem Schloss“ etwas um. Anonym wurde Kritik laut. So versuche Schiltach schon jahrelang die Einwohnerzahlen zu steigern, stattdessen sei die Einwohnerzahl zuletzt gesunken, so dass die Notwendigkeit der Schaffung weiteren Bauraums in Frage stehe.