Ilhami Celik ist im Endspurt für die Eröffnung. Er sagt, ob es im Anatolia-Gastropark in Empfingen an der Autobahn auch einen Drive-In gibt und ob sich hier bald ein Riesen-Drehspieß als Werbung drehen wird.
Vor dem neuen „Autobahn-Döner“ in der Alten Kaserne tauchen zwei junge Arbeiter im Blaumann auf. Tüte vom Burger King in der Hand, die Gold-Krone auf dem Kopf. Gute Laune-Gag in der Mittagspause. Drinnen ist Ilhami Celik gerade im Stress: Nur noch drei Tage bis zur Eröffnung seines Anatolia-Gastroparks.
Celik: „Ich bin schon riesig gespannt, wie es anläuft. Eins ist klar: Bei der Einweihung am Sonntag, 15. Oktober, zwischen 13 und 18 Uhr können alle Gäste gratis Döner essen. Danach gibt es zehn Tage lang Einführungspreise in den Öffnungszeiten zwischen 11 und 23 Uhr.“ Offiziell geht der Gastropark ab 18. Oktober in Betrieb.
Der Autobahn-Döner. Kurz runterfahren, genießen und entspannen. Wie kommt man darauf ?
Celik: Eigentlich bin ich durch die Kundschaft drauf gekommen. Die haben gesagt: Du hast in deinem Geschäft in der Ortsmitte zu wenig Parkplätze. Dann bot sich das Gebäude direkt an der Autobahn an – und ich konnte es kaufen. Jetzt habe ich nicht nur 30 Parkplätze, sondern auch 80 Plätze auf der Terrasse und gut 30 innen. Und weil das Gebäude so günstig an der Autobahn liegt, dürfte das eher mehr Gäste bedeuten.
Doch was kann der Autobahn-Döner? Gibt es einen Drive-In wie beim „Amerikaner“ nebenan?
Celik: „Das hatte ich eigentlich auch geplant.“ Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner: „Ein Drive-In wird es so nicht geben, dafür fehlt die Genehmigung und wurde auch so nicht im Bau vorgesehen.“
Okay. Burger während des Fahrens essen geht noch. Aber Döner?
Celik: „Bei uns gibt es alles auch zum Mitnehmen. Es ist die Entscheidung unserer Gäste, wie und ob sie den Döner beim Fahren essen oder lieber anhalten zum genießen.“
Gibt es bald einen Riesen-Pylonen wie bei Shell?
Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner scherzt: „Ich könnte mir einen Pylon in Form eines Dönerspießes an der Autobahn vorstellen – der sich dann auch dreht.“
Celik lacht: „Im Moment habe ich das große Schild auf dem Dach – das muss erst mal reichen.“
Welches Fleisch dreht sich am Spieß des Autobahn-Döners? Hackfleich, Hähnchenfleisch, Scheibenfleisch, Rindfleisch?
Celik: „Damit werde ich die Gäste bei der Eröffnung überraschen. Es wird lecker – das verspreche ich.“
Gibt es auch Bier am Autobahn-Döner oder nur Ayran und Softdrinks?
Celik lacht: „Wir haben 80 Plätze draußen auf der Terrasse. Das geht nicht ohne Bier.“
Es gibt einige, die sagen – schon wieder ein Dönerladen. Was sagen Sie denen, Herr Celik?
Der Macher des Autobahn-Döners: „Wir haben auch Pizza und Pasta. Dazu Putenschnitzel, Chicken Wings und Pommes.“
Dann führt er durchs Gebäude. Stolz schaltet Ilhami Celik die vier Riesen-Monitore an – mit der Speisenkarte. Wie beim Amerikaner. Hinten sind noch leere Räume zu erkennen.
Was soll in den noch leeren Räumen passieren?
Ilhami Celik: „Wir warten jetzt erst einmal ab, wie es anläuft. In der Mitte kann ich mir eine Eisdiele mit hausgemachtem Eis vorstellen, dahinter eine Caféteria.“
Wie viel Arbeitsplätze kann der Autobahn-Döner schaffen?
Ilhami Celik: „Derzeit haben wir vier Mitarbeiter. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Zahl verdoppelt!“
Und was sagt Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner zum Autobahn-Döner?
Truffner: „Ein Leben ohne Döner ist möglich, aber sinnlos.“