Hochbeete aus Metall mit Rost-Optik – das vereint zwei aktuelle Trends in Älbler Gärten. Foto: Moser

Auch Gartenbesitzer gehen mit der Mode, wie Martin Moser, Landschaftsarchitekt der Firma Hagg-Moser Garten- und Landschaftsbau im Albstädter Stadtteil Lautlingen weiß. Die aktuellen Trends bei der Grüngestaltung sind jedenfalls nicht nur grün.

Stahlarbeiten in Verbindung mit Naturstein oder Beton – „das bauen wir in jüngster Zeit immer öfter in Gärten“, erklärt Martin Moser, Landschaftsarchitekt im Familienbetrieb für Garten- und Landschaftsbau „Hagg-Moser“ in Lautlingen.

 

Aus diesen Materialien bauen er und sein Bruder Markus Moser, Bachelor of Engineering Landschaftsbau und Management, mit ihrem Team zum Beispiel Sitzecken, auch in Kombination mit Stufen und Einfassungen, Schattenspender oder einfach nur Skulpturen.

Im Trend liegt laut Martin Moser vor allem die Rost-Optik, die sich mit ihrem Rost-Rot fast natürlich in den Hintergrund einfügt.

Auf individuelle Sonderlösungen ist das Familienunternehmen Hagg-Moser spezialisiert, und die fallen zum Teil üppig aus: „Heute lassen sich manche ganze Outdoor-Küchen und Whirlpools in den Garten bauen“, sagt Moser, „obwohl das noch ein Nischenprodukt ist“, denn eine Küche für draußen sei nicht billig zu haben: Grill, Gasherd, Waschbecken, Zubereitungsfläche, Schränke – da seien nach oben keine Grenzen gesetzt.

Das Gemüse zum Kochen kommt – auch das ein Trend, der sich verstärkt – immer häufiger aus dem Hochbeet, hat es doch einen unschlagbaren Vorteil, vor allem für ältere Gartenfreunde: „Darin kann man rückenfreundlich arbeiten“, betont Moser und hat ein paar Tipps, worauf beim Anlegen eines Hochbeets zu achten sei: „Es darf nicht zu tief sein“, betont der Fachmann. „Kommt man nur von einer Seite ran, sollte es nicht tiefer als 80 Zentimeter sein. Ist es von der anderen Seite auch erreichbar, darf es auch tiefer sein.“

Die Freude am Gärtnern wiederentdecken

Wichtig sei zudem der Standort, der sich danach richten sollte, was im Hochbeet angebaut wird. Davon hänge ab, ob es in der Sonne oder eher im Schatten oder Halbschatten stehen sollte.

Auf jeden Fall sei ein Hochbeet wunderbar geeignet, die Freude am Gärtnern wiederzuentdecken, und zwar nicht nur in großen, sondern auch in kleineren Gärten und auf der Terrasse.

Stauden: flächendeckend, pflegeleicht, verursachen wenig Aufwand

Einen Trend, der sich im Garten von heute abzeichnet, fordert laut Martin Moser der Klimawandel: „Es wird immer trockener, und deshalb funktionieren manche Dinge nicht mehr“, erklärt der Landschaftsarchitekt, der dazu rät, gerade bei Stauden darauf zu achten, dass sie auch mit trockeneren Phasen gut zurechtkommen. Wie Stauden überhaupt Vorteile hätten: „Sie sind flächendeckend, pflegeleicht und verursachen wenig Aufwand.“

Die Brüder Markus (links) und Martin Moser sind die junge Führungsgeneration von Hagg-Moser Garten- und Landschaftsbau. Foto: kuehl@artismedia.de/Olaf Kuehl

Wer Bienen und anderen wichtigen und nützlichen Insekten ein Paradies schaffen will, dem rät Moser, Wildstauden zu setzen – und außerdem blühende Sträucher und die „Fetthenne“. Blühende Blumen wie den Sonnenhut und Rosen mit offenen Blüten empfiehlt er allen, die mit ihrem Garten einen Beitrag zum Insektenschutz leisten wollen, überdies.

Dass Obstbäume bei Insekten beliebt sind: selbstredend. Allerdings passten sie nicht in jeden Garten, betont Moser. „Rund herum sollten sie Platz haben – sechs Meter im Durchmesser – und so frei stehen, dass sie genug Sonne abbekommen.“ Für kleinere Gärten rät Moser zu Spalierobstbäumen.

Die Persönlichkeit sollte sich widerspiegeln

Zu Martin Mosers Lieblingstrends gehören Wasserspiele im Garten. „Für unsere Kunden spielt es eine immer wichtigere Rolle, dass sich ihre Persönlichkeit in ihrem Garten widerspiegelt“, sagt Martin Moser.

Sei während der Coronavirus-Pandemie noch die Nachfrage nach Schwimmteichen im Garten gestiegen, sei dieser Markt inzwischen gesättigt und eher das Wasserspiel als kleinere Variante im Sommer gefragt.