Die Bauarbeiten an der Einmündung gehen weiter. Die Baufirma hat noch Straßenreste gefunden, die erst einmal weg müssen. Am 30. Januar entscheiden Horb, Betra und der Landkreis, wie es weitergeht.
Bis zuletzt hatten alle darum gekämpft, dass die Abtrennung von Betra aus Richtung Neckarhausen vorbei ist. Jetzt sagt der Landkreis: Geht nicht. Das würde die Bauarbeiten weiter verzögern.
Kreisrat Wolfgang Kronenbitter (FW), Ortsvorsteher Andreas Schad und Metzger Anton Maier hatten verzweifelt versucht, den Landkreis zu bewegen, eine Schotterschicht auf die ausgebaggerte Straße aufzubringen, damit Autos undBusse ab Weihnachten aus Richtung Neckarhausen nach Betra fahren können.
Baustelle kann auch nicht vorübergehend geöffnet werden
Andreas Fritz, Straßenbauamtsleiter des Landkreises: „Die Baustelle kann nicht vorübergehend für den Verkehr geöffnet werden.“
Der Grund, so der Landkreis: Unter dem Schotter der bisherigen Straße traf die Baufirma auf die teerhaltige Fahrbahn einer noch älteren Straße, die im Zuge der Bauarbeiten herausgenommen und fachgerecht entsorgt wird. Nach der ursprünglichen Zeitplanung sollte die Baumaßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Das hat allerdings nicht geklappt. In einer Pressemitteilung des Landkreis heißt es eher oberflächlich: „Zusätzliche Arbeiten weiterer Projektbeteiligter haben den Zeitplan nach Auskunft des Landratsamtes allerdings nach hinten verschoben. Jetzt wird angestrebt, die Maßnahme im Winter in Phasen mit geeignetem Wetter weiterzubauen und spätestens im März mit der neuen Asphaltdecke zu versehen.“
Provisorische Schotterstrecke macht wohl keinen Sinn
Erst nach der Weihnachtspause wird die alte Straße ausgebaggert. Und genau deshalb mache die provisorische Schotterschicht keinen Sinn, so Straßenbauamtsleiter Fritz: „Eine Schotterfahrbahn wäre nur eingeschränkt sicher befahrbar, würde den Landkreis 25 000 Euro kosten, wäre den weiteren Bauarbeiten im Wege und würde damit zu weiteren Verzögerungen führen“.
Landratsamt lobt Engagement der Tiefbaufirma
Fakt ist, so betont der Landkreis: Die Tiefbaufirma arbeitet weiter bis zum 20. Dezember und will am 10. Januar 2024 weiter machen. Stefan Blum, Bauleiter des Landratsamts: „Das Engagement der Mitarbeiter der Firma Stumpp aus Balingen ist beachtenswert.“
Nach dem Kreistag diese Woche bestätigte Horbs Bürgermeister Ralph Zimmermann (FDP) unserer Redaktion, dass es Ende Januar einen gemeinsamen Termin mit Betras Ortsvorsteher Schad und dem Landratsamt gibt. Dann wolle man besprechen, wie es konkret mit den Arbeiten am Ausbau der Kreisstraße weiter geht.