Bereits im Frühjahr 2020 hatte es nach längerer Pause wieder Demonstrationen der Klimaaktivisten in Stuttgart gegeben. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth/Achim Zweygarth

Die Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future wollen wieder regelmäßig auf die Straße gehen. Schon diesen Freitag sind erste Streiks in 25 Orten Deutschlands geplant.

Berlin - Die Aktivisten von Fridays for Future wollen in den kommenden Wochen vor der Bundestagswahl wieder jeden Freitag auf die Straße gehen, um für mehr Klimaschutz zu streiken. Das teilte die Organisation am Mittwoch mit. An diesem Freitag soll es mit Protesten an 25 Orten in Deutschland losgehen.

In mehreren Städten, darunter Berlin, Köln und Hamburg, sind Protestaktionen geplant. Nach Angaben von Fridays for Future werden sich auch die Gewerkschaft Verdi, Sportvereine und Kirchen an den Streiks beteiligen, um eine sozialgerechte Klimawende zu fordern. Die Streiks sollen, wie die Organisatoren betonen, trotz der gesunkenen Corona-Infektionszahlen auch weiterhin unter Wahrung von Hygienevorschriften abgehalten werden.

Proteste waren aufgrund der Pandemie ausgesetzt worden

Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke forderte am Mittwoch einen angemessenen finanziellen Ausgleich für Klimaschutzmaßnahmen, die die Kosten für Verbraucher hochtreiben könnten. „Klimapolitik darf uns sozial nicht spalten. Deshalb brauchen wir ehrgeizige Klimaziele und ein sozial gerechtes Klimageld“, erklärte Werneke.

Die Bewegung Fridays for Future kämpft seit ihrer Gründung im Sommer 2018 gegen die Auswirkungen des Klimawandels und für die weltweite Einhaltung der Klimaziele. Kennzeichnend für die Bewegung aus größtenteils jungen Menschen waren Demonstrationen an jedem Freitag, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie monatelang nicht stattfanden. In diesem Jahr und mit Blick auf die Bundestagswahl am 26. September wollen die Aktivisten die Klima-und Umweltbelange wieder stärker ins Bewusstsein rücken.

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