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Freudenstadt Foodsharing: Auf den Tisch statt auf den Müll

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Die Foodsharing-Botschafter Maren und Jens Lerch (von links) mit Foodsavern aus Freudenstadt und Umgebung und geretteten Lebensmitteln. Foto: Haibach

Freudenstadt - Ein reiche Auswahl an leckeren Speisen erwartete die Gäste bei einem Büfett im Kinder- und Jugendzentrum. Alle waren aus Lebensmitteln zubereitet, die sonst auf dem Müll gelandet wären.

Zum zweiten Mal hatte die Aktion Foodsharing in das Kinder- und Jugendzentrum (KiJuz) in Freudenstadt eingeladen. Wie im vorigen Jahr erwartete die Gäste ein leckeres und vielfältiges Büfett. Foodsharing heißt nichts anderes als Essen teilen. Privatpersonen, Produzenten und Händler sollen auf einfachem Weg miteinander vernetzt werden, um nicht mehr benötigte Lebensmittel auszutauschen.

Bedürftigkeit spielt keine Rolle

Wenn jemand Essen abzugeben hat, wird das kurzfristig über die Foodsharing-Plattform bekannt gegeben. Die Foodsharer wollen keine Konkurrenz zur Tafel sein, die hat immer Vorrang. Sie kooperieren sogar mit der Tafel. Bedürftigkeit spielt beim Foodsharing keine Rolle. Essen retten darf jeder – egal ob arm oder reich. Die Organisatoren der Veranstaltung hatten sich allerdings mehr interessierte Menschen erhofft. Wer den Weg ins KiJuz gefunden hatte konnte sich an selbstgemachter Marmelade, Trockenfrüchten, Chutneys, Obst, Gemüse, Brötchen oder Lebensmitteln, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen war, die aber noch genießbar waren, bedienen.

Jens Lerch von der Aktion Foodsharing erklärte den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeit und Ablaufdatum. Er empfiehlt an Lebensmitteln mit abgelaufenem MHD zu riechen und kleine Mengen zu probieren. Wenn Geruch, Geschmack und Aussehen normal seien, könnten die Speisen unbedenklich verzehrt werden. Beim Ablaufdatum können die Lebensmittel, wenn sie bei der angegebenen Temperatur aufbewahrt wurden, bis zu diesem Datum gegessen werden, danach sollte man sie nicht mehr verzehren.

In Deutschland werden pro Sekunde ungefähr 313 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen, erklärte Jens Lerch. In Freudenstadt gibt es 98 registrierte Foodsaver, davon 40 aktive mit 23 laufenden Kooperationen. Die Mitglieder konnten laut Lerch in diesem Jahr 19 Tonnen Lebensmittel bei 1885 Einsätzen in Freudenstadt retten.

Höhepunkt des Abends war das Bankett. Dazu hatte das Restaurant Thai Chili aus Freudenstadt aus Lebensmitteln, für die keine Verwendung mehr bestand, ein leckeres Abendessen mit Nachtisch gezaubert. Unter den Augen des Chefs des Restaurants wurde das Bankett aufgebaut und die anwesenden Gäste bewirtet.

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