Pächterin Sabine Roth übergibt den Mädchen die Schläger und den Ball. Foto: Siegmeier

Die Minigolfanlage mit Biergarten in Horgen ist einen Ausflug wert. Pächterin Sabine Roth wartet mit einem neuen Konzept auf. Und der örtliche Verkehrsverein hat die Bahnen auf Vordermann gebracht.

Auf der Minigolfanlage an der Eschach in Horgen herrscht reger Betrieb. An den Bahnen messen sich große und kleine eifrige Spielerinnen und Spieler, wer den kleinen Ball wohl schneller in die Löcher der jeweiligen Bahn bugsiert, und auch im Biergarten ist einiges los.

 

„Gleich kommt eine Wandergruppe“, informiert Pächterin Sabine Roth, während sie die Tische für die Gruppe zusammenschiebt und den großen Sonnenschirm öffnet. Sie schaut sich zufrieden um. „Schön, dass so viel los ist. Wir wurden von Anfang an überrannt“, erzählt sie.

Seit einigen Wochen hat sie nun geöffnet und ist mit der Resonanz mehr als zufrieden. „Manchmal wird es fast ein wenig zuviel, da wir einfach noch zu wenig Personal haben. Ich bräuchte dringend noch Leute für den Service“, sagt sie.

Die Öffnungszeiten

Geöffnet hat sie außer Montag und Dienstag (jeweils Ruhetag) täglich von 14 bis 22 Uhr, am Samstag von 11.30 bis 20.30 Uhr und am Sonntag von 10.30 bis 20.30 Uhr.

Am Herd steht die gelernte Hotelfachfrau selbst. Frische Speisen zuzubereiten ist ihr ein großes Anliegen. Für jeden Geschmack etwas auf der Karte zu haben auch. „Mir ist es wichtig, dass sich die gesamte Familie hier wohlfühlt. Und wer Minigolf gespielt hat, der hat meist auch Hunger“, weiß sie. Zudem bietet sie Mittagstisch an.

Neuer Sitzplatz

Bevor sie eröffnet hat, hatten die Mitglieder des Verkehrsvereins Horgen den Platz ordentlich auf Vordermann gebracht, die Bahnen geschrubbt, den Rasen gemäht und einen neuen Sitzplatz geschaffen, mit direktem Blick auf den benachbarten Spielplatz. Denn so direkt an der Eschach ist es nicht ganz ungefährlich, die Kinder dort alleine zu lassen. Aber auf dem neuen Platz können Eltern oder Begleiter den Biergarten genießen und haben zugleich den besten Blick auf den Nachwuchs.

Das Minigolfspiel erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Und die Familien und Jugendlichen, die hier heute den Mittag verbringen, haben sichtlich Spaß. Da wird gefachsimpelt, welcher Ball für welche Bahn am besten geeignet ist, und wie man die Hindernisse wohl am besten bezwingen kann.

„Ganz schön schwer“

Zwei Mädels klügeln vorher ganz genau ihren Plan aus, wie der Ball wohl am besten, und vor allem am schnellsten ins Loch zu bekommen ist. Doch Theorie und Praxis liegen halt manchmal ganz schön weit auseinander, und der Ball landet statt im Loch neben der Bahn. Noch mal von vorne. Ball auf die schwarze Linie, Schläger in Position und dann mit Schmackes auf den Ball. Schon besser. Er bleibt wenige Zentimeter neben dem Loch liegen. Mit einem sanften Schlag befördert das eine Mädchen ihn ins Loch. Beide jubeln.

„Ganz schön schwer“, stöhnt die andere und bereitet sich auf den Abschlag vor. Einmal beherzt mit dem Schläger den Ball angeschoben und schon landet er im Ziel. „Huch“, rufen die Mädchen. Damit haben sie wohl nicht gerechnet. Und weiter geht es zur nächsten Bahn.

Baum spendet Schatten

Der Platz bietet sich auch bei Sonnenschein für einen Ausflug an. Ein großer Ahornbaum spendet Schatten. Und die Eintrittspreise sind mit 1,50 Euro für Kinder und 3,50 Euro für Erwachsene familienfreundlich.

Und wer sich nach dem Minigolfspiel noch etwas erfrischen möchte, der kann entweder seine Füße in der Eschach baden, oder die Wassertretanlage besuchen, die man nach gut einem Kilometer Fußweg vom Minigolf die Teufenstraße entlang ins Eschachtal hinein, erreichen kann. Ein Besuch lohnt sich.

Das Minigolfstüble nimmt auch gerne Gruppen und öffnet für Familienfeste. Sabine Roth bittet allerdings um vorherige Anmeldung.

Info: Minigolfstüble, Teufenstraße 7, 78658 Zimmern-Horgen. Telefon Sabine Roth, 0155/60 01 69 80.