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Freiburg Seit Mai häufen sich Sexualstraftaten

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Der Colombipark gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte in der Stadt. Foto: Ralf Deckert

Freiburg - Eine beispiellose Serie von Sexualstraftaten erschüttert seit Ende Mai das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung in Freiburg. Polizeisprecher Dirk Klose berichtet, wie die Polizei dem begegnen will.

Zunächst ging den Ermittlern dank des couragierten Einsatzes mehrerer Zeugen ein in Freiburg wohnhafter Bulgare in die Fänge, der für drei sexuell motivierte Angriffe auf Frauen verantwortlich gewesen sein dürfte. Dann wurde vor einer Woche ein 23 Jahre alter syrischer Flüchtling verhaftet, der in einem Stadtpark eine 25 Jahre alte Frau vergewaltigt haben soll. Drei weitere An- und Übergriffe folgten, in einem Fall wurde ein betrunkener afrikanischer Flüchtling als Tatverdächtiger festgenommen, der drei Frauen belästigt und unsittlich angefasst haben soll. In zwei weiteren Fällen sucht die Polizei noch nach den Tätern, die als arabisch und als schwarzafrikanisch aussehend beschrieben wurden.

Herr Klose, können Sie sich an eine vergleichbare Häufung von Sexualstraftaten in Freiburg erinnern?

Nein, das kann ich nicht. Nach meiner Kenntnis hatten wir innerhalb von zweieinhalb Wochen noch nicht so viele Delikte dieser Art, die uns bekannt geworden sind. Natürlich kann ich nicht für das Dunkelfeld sprechen, also für die Delikte, von denen wir keine Kenntnis haben, weil sie zum Beispiel nicht zur Anzeige gebracht wurden. Auch wenn die Taten von unterschiedlicher Schwere waren, muss man natürlich festhalten, dass jede Tat eine zu viel ist.

Müssen sich Frauen derzeit in Freiburg als Freiwild empfinden? Wie kann man sich diese Häufung von Übergriffen erklären?

Zu Erklärungen sollten Sozialwissenschaftler oder Kriminologen sprechen. Aber die gängigen Ansätze sind ja zwischenzeitlich auch bekannt. Ich denke trotz allem nicht, dass Frauen sich als Freiwild fühlen müssen in der Stadt. Aufmerksamkeit und das Berücksichtigen unserer Präventionstipps sind dennoch der richtige Weg.

Wir haben übrigens in allen Fällen bis auf die zwei jüngsten Vorkommnisse dringend Tatverdächtige ermitteln können. Die beiden letzten Fälle ereigneten sich am Mittwoch- und am Donnerstagabend nahezu zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen in der Altstadt. Beide Male wurden die Tatverdächtigen als etwa 1,65 Meter große Männer beschrieben. Der erste Fall soll von einem arabisch aussehenden Mann begangen worden sein, der zweite von einem Schwarzafrikaner, der sein Opfer zudem auch noch ohrfeigte, bevor er flüchtete.

Freiburg hat ja in den vergangenen eineinhalb Jahren viel getan, um das zerstörte Sicherheitsempfinden nach dem Sexualmord an der Dreisam im Oktober 2016 wiederherzustellen. Zurzeit sieht es aber nicht so aus, als funktioniere das so richtig. Gibt es Versäumnisse?

Ich denke nicht, dass es da unsererseits oder seitens der Stadt Versäumnisse gibt. Wir sind alle auf der Straße unterwegs und machen unsere Hausaufgaben. Wir haben die Taten auf dem Schirm, wenngleich ich gegenüber den Medien nicht alle polizeilichen Konzepte offenlegen kann. Wir können freilich aber auch nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir aufmerksame Zeugen haben, die sich als solche auch zur Verfügung stellen oder sich melden, wenn sie etwas Verdächtiges sehen. Das hat zum Beispiel zur Verhaftung des bulgarischen Verdächtigen geführt. Es hat aber auch geholfen, den in Bad Krozingen verschwundenen Jungen vor zwei Wochen zu finden.

 
 
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