Im Fall der vergewaltigten Studentin wird ein weiterer Verdächtiger angeklagt.(Symbolfoto) Foto: Seeger

Prozess soll Ende Juni beginnen. Fahndung nach 13. Verdächtigen läuft noch immer.  

Freiburg - Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Gruppenvergewaltigung einer 18-jährigen Frau im Umfeld einer Diskothek in Freiburg im vergangenen Oktober gegen einen weiteren Verdächtigen Anklage erhoben.

Der 21 Jahre alte Syrer, der am 1. April aufgrund eines DNA-Treffers im Raum Emmendingen festgenommen werden konnte, soll die Frau vergewaltigt haben und sitzt derzeit in U-Haft. Ihm wird auch unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen: Das Opfer war zur Tatzeit vermutlich durch KO-Tropfen und Drogen nicht in der Lage, sich gegen seine Peiniger zu wehren.

Im Zusammenhang mit dem Fall ist damit nun die dritte Anklage gegen insgesamt elf Männer erhoben worden. Insgesamt sitzen elf Männer in U-Haft, ein 33 Jahre alter Deutscher, der im April als Verdächtiger identifiziert werden konnte und gegen den noch ermittelt wird, ist gegen Auflagen auf freiem Fuß geblieben. Nach einem 13. Verdächtigen wird nach wie vor mit einem Phantombild gefahndet. Die meisten der Inhaftierten sind junge Syrer. Ende Juni sollen die Prozesse gegen die Männer beginnen.

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