Die Grundsteuer wird neu berechnet. So viele Bescheide sind laut Finanzamt Balingen ergangen, so viele Grundsteuer-Erklärungen fehlen noch – ein Überblick.
Beim Finanzamt Balingen müssen 120 500 neue Grundsteuerfälle bearbeitet werden. Das erläutert Finanzamtschef Albin Geiger unserer Redaktion auf Anfrage.
Diese teilen sich auf die Grundsteuer B (Grundvermögen, 93 400 Fälle) und die Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft, 27 100 Fälle) auf. Im Bereich der Grundsteuer B sind Geiger zufolge in 86 000 Fällen Bescheide ergangen. „Damit sind derzeit über 90 Prozent dieser Fälle erledigt“, erklärt Geiger.
Andere Fristen für Grundsteuer A
Für die Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A) waren die Abgabefristen später; hier fehlen noch etliche Steuererklärungen. Geiger: „Hier haben wir zirka 40 Prozent der Fälle bearbeitet.“
Wie hoch die Grundsteuer künftig ausfallen wird, steht indes noch nicht fest. Die Finanzämter erlassen lediglich Grundlagenbescheide – den Grundsteuerwert- und den Grundsteuermeßbescheid. Die Höhe der Grundsteuer bemisst sich nach dem jeweiligen Hebesatz der Kommunen.
Grundsteuer: Kommunen erlassen Bescheide im Lauf des Jahres
Nachdem die Kommunen die Hebesätze für ihr jeweiliges Gebiet festgelegt haben werden – dies wird im Lauf des Jahres 2024 erfolgen –, erlassen diese Geiger zufolge die Grundsteuerbescheide gegenüber den Eigentümern.
Rückmeldungen an das Finanzamt gibt es in Sachen Grundsteuer ebenfalls. Geiger zufolge legt eine Vielzahl von Eigentümern vorsorglich Rechtsmittel wegen eventueller Verfassungswidrigkeit der neuen Regelung ein.
Die Grundsteuer wird neu berechnet und muss ab dem 1. Januar 2025 gezahlt werden. Laut Bundesfinanzministerium wird es voraussichtlich bis Herbst 2024 dauern, bis die Höhe der jeweiligen Grundsteuer für die einzelnen Steuerpflichtigen feststeht.