Daumen hoch: Die FDP-Politiker Andreas Glück und Michael Theurer sowie der Direktkandidat für die Bundestagswahl, Stephan Link (links), blicken optimistisch auf den Wahlausgang am 26. September. Foto: Fotos: Breisinger

Bundestagswahl: Gipfeltreffen auf dem Plettenberg / Kandidat Stephan Link erhält Unterstützung von Parteiprominenz

Zum mittlerweile zehnten Mal hat der Kreisverband Zollernalb der FDP zum Gipfeltreffen auf dem Plettenberg eingeladen. Mit dabei: der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer, der Europaparlamentarier Andreas Glück, der stellvertretende Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Pascal Kober sowie der Landtagsabgeordnete Rudi Fischer.

Dotternhausen. Sie alle unterstützten im Wahlkampf den auf dem 31.Platz der Landesliste stehenden Kandidat für den Wahlkreis Balingen-Sigmaringen und Kreisvorsitzenden Stephan Link. Das Gipfeltreffen des Kreisverbands unter Geschäftsführer Elmar Wischnewski wurde von den Alphornbläsern der Gruppe "Alphornklang & Schwobablech" umrahmt.

"Heute an die Generation von morgen denken", lautete die Hauptparole des 53-jährigen Berufsschullehrers Link, der über den ehemaligen Vorsitzenden Guido Westerwelle zur FDP kam. "Hohe Bildungsstandards" sollen seiner Meinung nach geschaffen werden, "um jedem Kind beste Bildung und Aufstiegschancen zu ermöglichen und den auch aufgrund des demografischen Wandels zu erwartenden Fachkräfte- und Lehrlingsmangel zu verhindern".

Die momentane Situation zeige, dass Bürger- und Freiheitsrechte, die bei der FDP stets von großer Bedeutung seien, in der Gesellschaft wieder eine entscheidende Rolle spielten. Dies zeige, dass die FDP an den richtigen Themen dran sei. Zudem möchte Link den "hiesigen Lebensraum" attraktiv halten, die Infrastruktur ausbauen, für bessere Zugverbindungen sorgen und die Wirtschaft stärken, um den Wohlstand aufrechtzuerhalten. Die FDP sei die einzige Partie, bei der das Individuum im Vordergrund stehe: "Der Wahlkampf ist anstrengend, aber auch brutal spannend. Immer wieder muss man sich mit neuen Themen auseinandersetzen und lernt Organisationen kennen, von denen man vorher nie etwas gehört hat."

Theurer richtete seinen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer und betonte, dass die Demokratie vom Miteinander lebe: "Wir von der FDP können auf uns stolz sein. Wir haben so viele Mitglieder wie zuletzt vor 30 Jahren und sind wieder im Aufwind. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir bei den Umfragen so gut dastehen, und bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg solch ein tolles Ergebnis holen würden."

Theurer plädierte für "Technologieoffenheit" brach eine Lanze für die Wasserstofftechnologie und bemängelte, dass durch den "Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor 400 000 bis 500 000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen" würden. "Eingriffe in die Grundrechte müssen verhältnismäßig sein", tadelte er die Arbeit der Regierungsparteien. "Die Entlastung der Bürger in Form von Steuersenkungen und der Abschaffung des Solidaritätsbeitrags sowie Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur und Bildung sind uns wichtig", betonte Theurer. Für die FDP stehe mit im Vordergrund, dass "Rot-Rot-Grün" keine Mehrheit bekomme.

Andreas Glück hoffte, dass seine Partei Teil der nächsten Regierung sein werde, denn Deutschland brauche eine neue Regierung. Den "Green Deal" der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, bezeichnete er als "nachvollziehbar, aber hoch ambitioniert", den Weg dorthin sehe er mit Sorge. Rudi Fischer fand, dass die Mittelständler das Rückgrat der Gesellschaft seien.

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