Auch der Villinger Erich Sautner (weißes Trikot) konnte gegen die Freiberger um Kevin Ikpide (links) nur selten Akzente setzen. Foto: Sigwart

SGV Freiberg nutzt Überzahl zum 3:0-Sieg gegen den FC 08 eiskalt aus. 

FC 08 Villingen – SGV Freiberg 0:3 (0:1). Der richtungsweisende Fünferpack begann für die Nullachter am Mittwochabend mit einem 0:3 gegen den Meisterschaftsanwärter SGV Freiberg. 78 lange Minuten spielten die Villinger in Unterzahl.

Die Personalien

Marcel Yahyaijan setzte beim ersten Flutlicht-Heimspiel in dieser Runde auf die Startelf des souveränen 3:0-Sieges am Samstag bei Walldorf II. Das hatte es in dieser Saison der vielen "englischen Wochen" auch noch nicht gegeben, bisher hatte der 08-Coach stets die Rotationsmaschine angeworfen. Auf der Bank saß nach seinem Debüt bei der Verbandsliga-U21 auch Harry Föll. Ach ja: Das Duell des "Villinger Dreiecks" – Nedzad Plavci (4 Tore), Kamran Yahyaijan (3) und Erich Sautner (2) – gegen das "Freiberger Sturm-Triumvirat" – Marco Grüttner (2), Dominik Salz (6) und Marcel Sökler (2) – fiel aus. Der "angeschlagene" Plavci, so Marcel Yahyaijan, musste passen.

Die erste Halbzeit

Die Freiberger Offensivachse machte gegen die Villinger Defensive um den auf die Innenverteidigung zurückgerückten Kapitän Dragan Ovuka gleich Druck. Auf Vorlage von Mokthar Boulachab hatte aber Erich Sautner (9.) auf der anderen Seite die erste Chance. Schock für Freiberg: David Müller (12.) musste früh verletzt raus. Schock für Villingen: Schiedsrichter Maurice Kern schickte "Übeltäter" Kamran Yahyaijan zum vorzeitigen Duschen.

Der Liveticker zum Nachlesen

Als der Referee dann mit deutlicher Verzögerung nach einem angeblichen Handspiel eines Villingers auf den Punkt zeigte, verstand nicht nur der 08-Coach die Fußballwelt nicht mehr. Yannick Thermann (21.) ließ Andrea Hoxha keine Chance. Freiberg nutzte geschickt die Überzahl, ließ Ball und Gegner laufen. Doch gegen zehn stark verteidigende Nullachter hatte bis zur Pause nur noch Grüttner (43.) eine Chance. 08-Youngster Leon Albrecht (45 + 2) hatte Pech, dass sein satter Schuss kurz vor der Linie von einem Freiberger Feldspieler geklärt wurde.

Die zweite Hälfte

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einem Lattenknaller des Freibergers Jonathan Zimran (48.). Zehn Minuten später machte es Kevin Ikpide (58.) per Kopf besser. Als drei Zeigerumdrehungen danach Ex-Zweitliga-Profi Grüttner auf 3:0 aus Sicht des Titelanwärters erhöhte, ging es für die Nullachter nur noch um Ergebniskosmetik. Beide Teams schalteten anschließend einige Gänge zurück, wechselten fleißig durch. Echte Chancen sahen die rund 650 Zuschauer keine mehr.

Das Fazit

Eine umstrittener Platzverweis sorgte für eine frühe Unterzahl, nach einem Elfermeterpfiff in "Zeitlupe" hieß es dann 0:1. Zehn Villinger schafften anschließend gegen einfach auch sehr clevere Freiberger nicht mehr die Wende. Der SGV Freiberg feierte am Ende einen verdienten 3:0-Sieg.

Der Ausblick

Schon am Samstag geht es für die Nullachter beim SSV Reutlingen weiter. Dann steht an der Kreuzeiche der zweite Part des richtungsweisenden Fünferpacks an.

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