Pia Wenzler (Fachstelle Sucht), Marija Meskaite (Fachstelle Sucht), Sebastian Schoch (Pro Familia) und Christina Knöbel (Pro Familia) stehen in den Startlöchern für die Fasnets-Aktion in der Färberstraße am Schmotzigen Donnerstag. Foto: Simone Neß

Die Fasnets-Aktion der Fachstelle Sucht und Pro Familia hat sich als Anlaufstelle am Schmotzigen Donnerstag in der Färberstraße etabliert. Auch in diesem Jahr leistet das Team wieder wichtige Präventionsarbeit und stellt Fragen rund um Alkohol, Sex und Co.

Am Schmotzigen Donnerstag verwandelt sich die Färberstraße in Villingen in eine Party-Meile, es wird feucht-fröhlich gefeiert und die Doppelstadt ist außer Rand und Band. Wem das alles zu viel wird oder wer einfach mal kurz durchatmen möchte, für den stehen Mitarbeitende der Suchtberatungsstelle und von Pro Familia mit einem Stand in der Färberstraße zur Verfügung.

 

Das Präventionsprojekt geht in diesem Jahr bereits in die 16. Runde. An dem Stand können Menschen jeden Alters bei einem (nichtalkoholischen) Getränk wie Kaffee und Tee, einem kleinen Snack, der von der Kutmühle gespendet wird, mit den Mitarbeitenden ins Gespräch kommen. „Viele kennen uns ja schon, da kommt man oft schnell ins Gespräch“, sagt Christina Knöbel von Pro Familia. Trotz der allgemein fröhlichen Stimmung gebe es aber auch immer Menschen, die ein ernsteres Anliegen haben, meint ihr Kollege Sebastian Schoch. Um auf die Mitarbeitenden an dem Stand zuzugehen, sei die Hemmschwelle an der Fasnet meist deutlich niedriger, weiß er. Manche von ihnen könnten durch den ersten Anlauf an der Fasnet dann sogar an eine Beratungsstelle weitervermittelt werden.

Team startet um 11 Uhr

Aufgebaut wird der Stand am Donnerstag um 11 Uhr am gewohnten Platz vor dem Irish Pub in der Färberstraße, schildert Pia Wenzler von der Fachstelle Sucht. Seit vergangenem Jahr ist das Team nicht mehr mit dem bunten Wohnwagen im Einsatz, sondern mit einem Sprinter, der für die Aktion extra angemietet wird. Zusätzlich werde ein Pavillon aufgebaut und es stehen Sitzplätze bereit.

Die Fachstelle Sucht und Pro Familia warten mit kleinen Aktionen auf, die sich rund um das Thema Sucht, Alkohol, Drogen, Liebe und Sexualität drehen. Pro Familia hat beispielsweise ein Glücksrad dabei, bei dem verschiedene Fragen zu den einzelnen Themenbereichen beantwortet werden können. Die Fachstelle Sucht wartet mit einem Flaschendrehspiel auf, mit dem ebenfalls wichtige Aufklärungsarbeit geleistet werden soll, so Wenzler. Und auch der eigene Atemalkohol kann gemessen werden.

„Wir haben Spaß miteinander und freuen uns auf die Aktion“, sagt Wenzler. Der Stand habe sich als Anlaufstelle für Menschen in den vergangenen Jahren bewährt. Je nach Wetter und Bedarf sind die Mitarbeitenden bis 23 Uhr vor Ort.