Durch den Erfolg der letzten beiden Jahre fand sich das Glockenputzens auch dieses Jahr wieder auf dem Terminzettel der Sulzer Narrenzunft. Foto: Schwind

Hästräger und Musiker ziehen beim Glockenputzen durch die Straßen. Am Ende drehen die 18-Stunden-Musiker und die Pink Pämpärs noch einmal richtig auf.

Nachdem in diesem Jahr der Sulzer Narrentag mit einem großen Fasnetsumzug von der Narrenzunft Sulz ausgerichtet wurde, ist nun der traditionelle Umzug am Fasnetsonntag ausgefallen.

 

Der organisatorische Aufwand für zwei Umzüge, wäre wie Zunftmeister Timo Holst dem Schwabo gegenüber erklärte, einfach zu hoch gewesen.

Kreuz und quer durch die Stadt

Nach dem überwältigten Erfolg im ersten und zweiten Jahr schaffte es deshalb das „Glockenputzen“ auch in diesem Jahr wieder auf den Terminzettel der Sulzer Narrenzunft.

Die Sulzer Hexen genossen den Tag mit einem Tänzchen. Foto: Schwind

Der kurzen Fasnet geschuldet hatten in diesem Jahr allerdings die Schillerhöhe und Kastell das Nachsehen. Als die Kirchenglocken der nahe liegenden katholischen Kirche St. Johannes Evangelist zwölfmal geschlagen hatte, was sehr stark an den Sulzer Hexentanz erinnerte, ging es für die Hästräger und Musiker zum Glockenputzen kreuz und quer durch Sulzer Talstadt.

Die Fenster öffnen sich

Nachdem während Corona keine größeren Fasnetsumzüge möglich waren, die Narrenzunft Sulz aber ihren Mitgliedern dennoch eine Möglichkeit bieten wollte, sich als Narr im eigenen Kleidle endlich wieder auf der Straße zu zeigen, entstand im Kreativteam ganz nach dem Motto „Wenn man nicht zur Fasnet kann, kommt sie eben zu dir nach Hause“.

Diese Idee und die Gastfreundschaft angemeldeter Stellen nahmen die Narren dankend an. Als der Sulzer Narrenmarsch am vergangenen Sonntagmittag durch die Straßen des Neckarstädtchen hallte, gingen doch einige Fenster entlang der Strecke auf, andere begleiteten den „Umzug“ spontan.

Monsterkonzert lässt aufhorchen

Runde 80 Hästräger und Musiker, eingeteilt in zwei Gruppen, musikalisch von den „18.er“ und den „Pämpärs“ begleitet, besuchten fünf Anlaufstellen in der Talstadt und schlossen sich am Schluss bei Siegfried Baumann wieder zusammen.

Ein kleiner Stopp am Marktplatz lies einige neugierige Zuschauer kommen. Foto: Schwind

Abschließend ließen es die beiden Musiken noch einmal bei einem Monsterkonzert in der Blumenstraße richtig krachen.

Alle Narrentypen sind dabei

Und so waren am letzten Sonntag auch wieder alle Sulzer Narrentypen von den beiden Leitfiguren der Sulzer Fasnet der Optimist und der Pessimist, der Breagler, Salzsieder, Narro, die Sulzer Hexen, auch die beiden Sulzer Guggenmusiken, die 18-Stunden-Musiker und die Pink Pämpärs, mit dabei.

Stationen waren in diesem Jahr die „Blaue Grotte“, der Hexenkeller am Becherberg, Steffen Woop, Steffi Cmelik-Benz und Siegfried Baumann, unterstützt durch die 18-Stunden-Musiker und den Pink Pämpärs.