Unheimlicher Orgelmusik, Trommelwirbel und Trompetenklängen lassen das Narrenfreundschaftstreffen zu einem unvergessenen Abend werden. Vor allem die Pink Pämpärs sorgten für Stimmung.
Die Hexengruppen aus Nah und Fern gaben sich beim Narrenfreundschaftstreffen am Freitag in der Sulzer Stadthalle ein Stelldichein.
Traditionell präsentierte sich zum Auftakt die Sulzer Narrenzunft auf der Bühne mit ihren Hästrägern. Zunftmeister Timo Holst wollte danach kleine lange Begrüßung halten und übergab die Moderation des Abends gleich an Marcus Faber, der rund 20 Zünfte einzeln und mit ihrem Narrenruf begrüßte. Mit dabei: die 18-Stundenmusiker und die Pink Pämpärs. Da war Stimmung garantiert.
Rockmusik begeistert Zuschauer
Die Narren brauchten ohnehin nicht lange, bis sie auf Touren kamen. Auf der Bühne ging es auch gleich richtig ab mit den Funkenhexen aus Spaichingen. Sie zeigten einen Hexentanz mit verschiedenen Elementen und bauten Pyramiden. Am Ende machten sie es wie Bibi Blocksberg und stiegen auf ihre Besen. Das war schon mal ein gelungener Auftakt.
Die Showtanzmädchen der Narrenzunft Bildechingen standen dem in nichts nach. Sie begeisterten mit ihrem temporeichen Tanz bei heißer Rockmusik die Zuschauer. Die Pyramide am Schluss wurde ohne Wackler gestanden, dann gab es aber noch die lautstark gewünschte Zugabe.
Die die Hexenparty geht los
Da waren auch schon die 18-Stundenmusiker zum Einmarsch bereit. Die Bühnenpräsenz ist nicht so ihr Ding, sie suchen lieber den Kontakt mit dem Publikum. Also ging es mit dem Sulzer Narrenmarsch mitten hinein in den Saal. Gut eine halbe Stunde schmetterten die 18-er einen Ohrwurm nach dem anderen, von der Schwarzwaldmarie bis zur „Kleinen Kneipe“.
Donnergrollen kündigte das nächste Ereignis in der Halle an: Unheimliche Gestalten schlichen sich auf die Bühne. Nach dem Glockenschlag tanzten die Wedderhexen aus Tuttlingen übermütig und frivol zu unheimlicher Orgelmusik. Plötzlich lagen alle auf dem Boden: War das schon alles? Nein, jetzt ging die Hexenparty erst richtig los. An der Bar konnte man sich noch einen Kurzen genehmigen, bevor die Beine und Besen wieder geschwungen wurden. Irgendwann war es der Ober-Wedderhex doch zuviel des Guten und bot dem fidelen Treiben Einhalt.
Trommelwirbel und Trompetenklänge
Bestens drauf waren die Hexen der Freudenstädter Narrenzunft. Sie hatten zwar keinen offiziellen Auftritt, dafür aber einen Musikwunsch an das Musikerduo Felix und Bernie. Den „Böhmischen Traum“ sollten die beiden spielen, und das taten sie dann auch mit Keyboard und Trompete. Schon nach den ersten Klängen stürmten die Freudenstädter die Bühne und formierten sich zu einem beachtlich großen Rundtanz. Hinterher hieß es: „Wir fahren mit dem Bob“. Die im Wintersport erprobten Schwarzwälder bewiesen dabei ihre hervorragende Kurventechnik.
Zum krönenden Abschluss ließen es die Pink Pämpärs mit ihren fantasievollen Kostümen und Masken mächtig krachen. Bei den Trommelwirbeln und Trompetenklängen blieb kaum jemand sitzen, und so manche Bank bog sich bedenklich unter den Füßen. Anschließend war die Bühne frei zum Tanz.