Im Ort hängt bereits das Spruchband mit dem närrischen Gruß "Spüllomba ahoi!". Foto: Maier

Tradition in Zeiten von Corona auf Sparflamme. Motto: "Viele kleine statt einen großen." Mit Video

Auf Sparflamme glüht die Corona-Fasnet der Narrenzunft Salzstetten mit ihren über 170 Aktiven. "Leider dürfen wir durch Beschränkungen nichts, außer die Bevölkerung zur Fasnet animieren", erklärt Zunftmeister Marcel Söll.

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Waldachtal-Salzstetten - Dennoch hat sich die Salzstetter Zunft einige Aktionen einfallen lassen, um die närrische Gemeinde bei Laune zu halten. Der örtliche Fasnetsruf "Spüllomba ahoi" ertönt daher dieses Jahr leiser als in den Jahren zuvor.

"Viele kleine statt einen großen", dieses Motto gibt die närrische Gemeinschaft zur Narrenbaum-Aktion 2021 aus. Ein weiteres Motto ist: "Ex-Christbaum mutiert zum Narrenbaum."

"Aktuell rufen wir dazu auf, den häuslichen Weihnachtsbaum in einen Narrenbaum zu verwandeln", beschreibt Söll die brandaktuelle Aktion. "Alle Einwohner von Salzstetten und wer sich dazu berufen fühlt, kann seinen Weihnachtsbaum vor seinem Haus beziehungsweise seiner Wohnung aufstellen und närrisch dekorieren." Die farbenfroh geschmückten Bäume werden in den Vorgärten der Häuser präsentiert. In Salzstetten können schon einige Exemplare bestaunt werden.

Wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, soll ein Foto an die E-Mail-Adresse der Narrenzunftinfo@nz-salzstetten.de. schicken. Einsendeschluss ist Samstag, 16. Januar. Der schönste Narrenbaum wird belohnt.

Die Gemeinschaftsaktion ist gewissermaßen ein Ersatz für den großen Umzug und das gemeinsame Aufstellen des großen Narrenbaums. Beides kann Corona-bedingt nicht stattfinden.

Weihnachtsbäume werden schon diesen Freitag abgeholt

Ursprünglich wollte die Narrenzunft in Salzstetten am Samstag, 16. Januar, diejenigen Weihnachtsbäume einsammeln, die nicht an der Aktion Narrenbaum teilnehmen. Wegen Corona können die Siebenhügelhexen diese Sammlung jetzt leider nicht durchführen. Dafür sammelt der Landkreis die übrigen Weihnachtsbäume bereits am Freitag, 15. Januar, ein.

Die närrisch geschmückten Bäume hingegen sollen natürlich noch länger die Vorgärten schmücken. Zunftmeister Marcel Söll appelliert: "Die Narrenbäume, die am Wettbewerb unserer Zunft teilnehmen, sollen bitte bis Aschermittwoch stehen bleiben, so wie es sich für einen Narrenbaum gehört."

Neben der Narrenbaum-Aktion denkt die Zunft auch an den Nachwuchs: "Parallel dazu gibt es eine Aktion für die Kinder der Narrenzunft, die hierzu Aufgaben erledigen müssen." Und es gibt noch mehr: "Bei einzelnen Mitgliedern und im Narrenschopf können die Masken in sogenannten Narrenfenstern bewundert werden", macht der Vorsitzende aufmerksam.

Doch ansonsten heißt es: "Leider müssen wir alle unsere Veranstaltungen durch die Pandemie absagen." Dennoch will sich die Führung der Narrenzunft in Salzstetten für die Pflege und den Erhalt des alten Brauchtums der schwäbisch-alemannischen Fasnet einsetzen. Daher erklärt sie angesichts der Corona-Einschränkungen: "Trotzdem wollen wir den einen oder anderen Brauch aufrecht erhalten und ein paar kleine Aktivitäten durchführen."

Ansprache zum Maskenabstauben schon auf Youtube abrufbar

S o überlegt sich die Zunft in Salzstetten kurzfristig weitere Corona-konforme Aktivitäten, um die Mitglieder bei der Stange zu halten. Beraten wird die Zunft dieser Tage, wie es mit der Hauptfasnet, der hohen Zeit der schwäbisch-alemannischen Fasnet, weitergehen kann.

"Prinzipiell wird sich 2021 die Fasnet auf unseren Online-Plattformen in Facebook und Instagram abspielen. Vereinzelte Videos werden auch auf Youtube zu finden sein", erklärt Marcel Söll. So kann die Videobotschaft vom Maskenabstauben bereits auf Yotube abgerufen werde:

Die Plattform für Missgeschicke, welche sich im Ort im vergangenen Jahr ereignet haben, soll auch in Corona-Zeiten aufrecht erhalten werden. "Unser Ehrenzunftmeister und amtierender Ringpräsident Thomas Fischer und unser Eigen wollen für euch der Krise trotzen und die Ereignisse und Lacher des Jahres zusammenfassen", kündigt Felix Frank an. Die Bürger ruft er daher dazu auf, sich Gedanken zu machen, was im Corona-Jahr 2020 los war im Flegga. Tipps und Storys können die Einwohner umgehend senden, per E-Mail an: bolzenkasten.nzs@gmx.de.

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