Die Richt-Hexen aus Jettingen zeigten eine eindrucksvolle Pyramide. Foto: Werner Hering

Ein närrischer Lindwurm mit 2000 Hästrägern aus 50 Zünften schlängelte sich beim Alpirsbacher Fasnetsumzug durch die Klosterstadt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Treiben und erfreuten sich an Guggamusik und verschiedenen Süßigkeiten.

Ein närrischer Lindwurm zog beim Fasnetsumzug in Alpirsbach durch die Straßen der Stadt, vorbei an unzähligen Zuschauern, die das Treiben begeistert verfolgten.

 

Aufstellung bezogen mehr als 50 Zünfte mit 2000 Hästrägern – teilweise mit Anfahrtswegen von über 130 Kilometern – in der Krähenbadstraße. Sie zogen in Richtung Marktplatz, am Narrenratswagen vorbei zum Klosterplatz und dann über die Karlstraße und die Friedrich-Widmann-Straße zum Haus des Gastes. Auf dem Narrenwagen standen neben den Narrenräten auch Bürgermeister Michael Pfaff und die stellvertretende Bürgermeisterin Jaleh Mahabadi sowie Gründungszunftmeister Peter Arnold.

Die Vorsitzende der Narrenzunft Alpirsbach, Betina Rock, begrüßte die vorbeiziehenden Narren mit den entsprechenden Narrenrufen und informierte die Zuschauer über die jeweilige Zunft und deren Geschichte. Traditionell wurde der Alpirsbacher Fasnetsumzug vom Dorfbüttel angeführt, der kräftig die Glocke schwang. Ihm folgten die Narrenzunft Alpirsbach mit dem Fanfarenzug, den Garden und den verschiedenen Hästrägern. Dazwischen sorgten die Musikfreunde für Stimmung.

Schaurig schöne Hexen, Hästräger und Teufel

Viele Hexen, Hästräger und verschiedene Teufel, die schaurig anzusehen waren, zogen mit. Einige Gruppen hatten ihre Wagen mit Stroh gefüllt. Sie nahmen immer wieder junge Mädchen mit und warfen sie ins Stroh. Manche hatten danach nicht nur Stroh in den Haaren sondern auch verschiedene Farben und Stempel im Gesicht.

Die Hexa-Fäge aus Grafenhausen haben den Teufel eingefangen. Foto: Werner Hering

Immer wieder schlichen sich Hexen und Teufel an die Zuschauer heran und erschreckten sie. Vor dem Zunftwagen bauten sich Hexenzünfte zu Pyramiden auf. Für ihre akrobatischen Darbietungen wurden sie von den Zuschauern mit viel Applaus belohnt.

Zwischendurch sorgten Guggenmusiken für Stimmung und animierten die Zuschauer zum Schunkeln. Von einigen Hästrägern wurden die Zuschauer sogar mit farbigen Rauchpatronen eingenebelt. Die Narren verteilten an die Zuschauer Süßigkeiten und Brezeln und an die Erwachsen unter ihnen kleine Fläschchen mit Likör.

Die Peterzeller Schwarzwaldhexen ließen zwei Hexen rotieren. Foto: Werner Hering

Nach der letzten Gruppe, dem Faschingsverein Burgstetten mit den Burgstettener Spatzen, schloss sich der Narrenwagen an, der tütenweise Chips und Süßigkeiten in die Zuschauermenge warf.

Mit originellen Kostümen und fetziger Musik begeisterten die Rötenbacher Musiker. Foto: Werner Hering

Nach dem Umzug trafen sich viele der Zünfte noch im Haus des Gastes zum Narrentreiben, das musikalisch von den Guggemusiken, den Musikfreunden und vom Fanfarenzug begleitet wurde. Auch in den Gaststätten der Stadt sorgten die Musikfreunde und der Fanfarenzug für musikalische Unterhaltung.