Einen kleinen, aber doch entscheidenden Schritt nach vorne haben Verwaltung und Gemeinderat in der langen Geschichte des Ersatzneubaus gemacht. Mit den Architektenleistungen wurden das Architekturbüro buerohauser aus Altensteig beauftragt.
In dem Gebäude, das an die Althengstetter Grundschule grenzt, war bisher die Hausmeisterwohnung untergebracht. Aktuell befindet sich dort bereits ein Teil des Familienzentrums. Der zweigeschossige Ersatzneubau fürs Familienzentrum soll an der Stelle des jetzigen Gebäudeteils errichtet werden.
Vorgeschichte
Die Entscheidung für diesen Ersatzbau und ein erster Plan liegen schon Jahre zurück. Um Fördergelder zu bekommen, musste ein 2022 Architektenwettbewerb organisiert werden. Zu einem Vertrag mit dem Gewinner kam es jedoch nicht, heißt es in der Sitzungsvorlage.
Die Verwaltung leitete mit den vier verbliebenen Teilnehmern des Wettbewerbs ein beschränktes Vergabeverfahren für die Architektenleistungen in die Wege. Drei davon haben ein Honorarangebot abgegeben. In der Dezember-Sitzung 2023 sollte der Auftrag an buerohauser aus Altensteig als günstigste Bieterin vergeben werden. Wegen offener Fragen wurde diese Entscheidung damals vertagt.
Offene Fragen
Im Raum stand beispielsweise ein zehnprozentiger Umbauzuschlag. Weiter „wollen wir konkret, dass der Durchbruch wie bisher bleibt“, sagte Bürgermeister Rüdiger Klahm in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das bedeutet, der Neubau wird nicht wie im Wettbewerb geplant von der Simmozheimer Straße her erschlossen, sondern über das bestehende Treppenhaus und an den Bestandsbau quasi „angeflanscht“, so Klahm. Das sichert den stockwerksgleichen Weg zwischen Grundschule und neuem Gebäude.
Vergabebeschluss
Der zehnprozentige Zuschlag aufs Honorar ist vom Tisch, der Durchbruch geklärt und buerohauser bekam einstimmig den Auftrag für die Architektenleistungen. Das Honorar berechnet sich nach der HOAI, Honorarzone III Basis. Bei einer angenommenen Bausumme von 2,5 Millionen Euro wären das beispielhafte 325 000 Euro brutto, wie Bauamtsleiter Rainer Bubser dem Gremium darlegte. 2022 lagen auch schon mal geschätzte Kosten von 2,8 Millionen Euro für den Neubau auf dem Tisch, es wird also wohl teurer werden. Ein Zuschuss von rund 130 000 wurde vom Bund bereits zugesagt.
Diskussion
„Muss der Baum weichen?“, wollte Jörg Nonnenmann (FW) von Bubser wissen, „weil der Neubau weiter rausragt“ in den Park, als das bisherige Gebäude. Das sei noch nicht klar und werde geprüft, so der Bauamtschef. Der betreffende Baum sei jedoch auch der schlechteste von allen. Sein Fraktionskollege Thomas Schmidt bat darum, „künftig so auszuschreiben, dass es keine Missverständnisse gibt.“