Renate Müller-Djuga, hier bei einem Stand am „Horber Advent“ im Steinhaus. Foto: Juergen Lueck

OB Peter Rosenberger sagte: „Wir haben ein Angebot in der neuen Tourist-Info gemacht.“ Der Geschäft ist nur noch auf Abruf am alten Standort in der Neckarstraße. Renate Müller-Djuga von den Betreibern sagt, wie es jetzt weitergeht.

Während des Horber Advent war Renate Müller-Djuga vom Weltladen im Steinhaus. Sie sagte zum ersten Advent: „Wir brauchen dringend eine Lösung, denn wir wissen nicht, wie es weitergehen soll.“

 

Fakt ist: Nach dem Auszug des Para Dios (Haus der Caritas mit Second-Hand-Laden, Fairtrade-Laden sowie Beratungs- und Verwaltungsräumen der Caritas) aus der Neckarstraße in das neue Sozialkaufhaus in den ehemaligen Räumen des Stadtmarketings (noch vor de Standort Mühlener Straße) ist der Verbleib des Weltladens in Horb ungewiss. 18 Ehrenamtliche betreuen hier das Geschäft.

Renate Müller-Djuga vom Weltladen-Team: „Der Vermieter hat uns zunächst angeboten, in den Räumlichkeiten zu bleiben. Der Laden wird ohnehin im Winter geheizt. Doch die Räumlichkeiten werden im Internet schon angeboten. Wir brauchen deshalb eine neue Dauer-Lösung.“

Standort Info-Pavillon?

Das war auch Kristina Sauter (OGL) zu Ohren gekommen. Sie fragte im Ausschuss für Verwaltung und Technik nach: „Der Laden muss geschlossen werden, wenn keine neue Bleibe gefunden wird. Gibt es Gespräche zwischen dem Welt-Laden und der Stadt?“

OB Peter Rosenberger: „Wir sind seit langen mit den Betreibern im Gespräch. Von uns kam der Vorschlag: Wir verlegen die Stadtinfo in den sogenannten Schweizer-Pavillon in Bahnhofsnähe. Wir haben vorgeschlagen, dass wir dort eine Ecke für den Fair-Trade Laden einrichten. An prominenter Stelle, ohne mieten zu müssen. Und noch flankiert vom städtischen Personal.“

Oder ins Sozialkaufhaus?

Stimmt das? Renate Müller-Djuga sagt zu dieser Redaktion: „Claudia Beuter hat uns angeboten, dass wir eines von drei Regalen in der neuen Tourist-Info bestücken können. Das Angebot werden wir annehmen. Das löst aber unser Problem nicht, da wir ein anderes Konzept fahren. Einen Laden mit einem großen Sortiment und Beratung. Dieses Konzept wollen wir erhalten.“ Deshalb schwebt dem Team vor, auch in das Sozialkaufhaus zu ziehen. Müller-Djuga: „Michael Vogelmann von der Caritas fährt mit dem Second-Hand Laden das Konzept, hier hochwertige Kleidung anzubieten. Das passt inhaltlich gut zum Fair-Trade Gedanken. Wir werden uns zusammensetzen und schauen, ob wir eine Lösung mit dem neuen Fairkauf finden. Das Ziel sollte sein, beides als ein Gesicht dem Kunden zu präsentieren. Das ist der Weg, den wir gehen wollen.“

Der ehemalige Standort in der Neckarstraße. Foto: Hopp

Die Hoffnung auf einen neuen Standort. Das Verschmelzen mit einem Teil des Fairkaufs. Ist das ein Ausweg für den Weltladen? Renate Müller-Djuga: „Wir müssen natürlich auch intern noch klären, in wieweit wir mit diesem neuen Konzept ein Stück weit unserer Selbstständigkeit verlieren.“