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Eutingen Songs auseinandergebastelt und im ureigenen Stil neu interpretiert

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Handgemachte Musik – pur und unverfälscht – das bietet Blues Blaster Seven. Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Eut ingen/Nagold-Hochdorf . Das war großes Kino, was in der Samstagnacht hinterm Hochdorfer Bahnhof geboten wurde. "Blues Blaster Seven" war mit voller Mannstärke ins Gäu gereist, um den guten alten Blues zu würdigen.

Die Musiker sind schon lange als geniale Formation, die mit Saxofon, Trompete, E-Gitarre, Keyboard, Bass und Schlagzeug alle Standards von Rock und Blues locker bedienen kann, in der weiten Umgebung bekannt.

"Rostbraten" Jürgen Lachmann lieferte an seinen Gitarren eine Arbeit ab, die wirklich nur ganz knapp unter Weltklasse anzusiedeln ist, und seine eingestreuten Solis kann man getrost zum Besten zählen, was man hierzulande auf den Brettern der Kleinkunstbühnen zu hören bekommt. Kein Wunder, dass ihn Christoph Kolz, der Mann am Tenor-Sax, immer mit den Worten ankündigt: "Er ist der Rostbraten, wir die Spätzle." Dass ohne die "Spätzle" jedoch gar nichts geht, das ist nicht nur dem Schwaben, sondern den vielen Fans von BB7 schon lange klar.

Gemeinsam mit Verstärkung durch ihren neuen Mann im Blechregister, Trompeter Hartmut Weber, spielten sie ein Set, das von den Leuten, die den Weg hinter den Bahnhof fanden, geradezu umjubelt wurde. Grund genug war vorhanden.

Mit Chris Keppler (Bass), Klaus Wielinski (Drums) und Jürgen Hesse (Piano/Keyboard/Orgel) sorgte ein Rhythmus-Trio für den genialen Soundteppich auf dem sich Christoph Kolz (Tenor Sax) und Hartmut Weber (Trompeten) austoben durften. Kommt dann noch die Stimme, die sich scheinbar unendlich variieren lässt, von Roland Strelow dazu, stehen sieben Mann auf der Bühne, die man als alles andere, nur nicht als Amateure – obwohl sie es sind – bezeichnen sollte. Hier würde der Vergleich genauso hinken, wie wenn man die Berliner Philharmoniker als Hobby-Musiker bezeichnen würde. Was die Jungs von "Blues Blaster Seven" – alles gestandene Männer – abliefern, das ist schon musikalische Extraklasse.

Beste der Bluesgeschichte

Bei der Songauswahl gab es auch wieder einmal kein großes Vertun. Die Herren haben sich das Beste aus der langen Bluesgeschichte herausgesucht, die Songs auseinandergebastelt, um sie in ihrem ureigenen Stil neu zu interpretieren. Ein an sich nicht ganz ungewöhnliches Unterfangen, nur muss man dabei verdammt vorsichtig sein, damit man Sinn und Aussage des Liedes nicht gleich mit zerlegt. Die sieben Riesen des Blues waren sehr vorsichtig. Sie ließen jedem Song seine Seele, nahmen ihn aber aus der Ecke des Vergessens heraus und präsentierten ihn in frisch durcharrangiertem Kleid. Wer sich an solche Songs wie "The Letter" oder "Unchain My Heart", beides Titel, die der große Joe Cocker so meisterhaft interpretierte, ran traut, der ist entweder größenwahnsinnig oder wirklich so gut wie "Blues Blaster Seven".

Locker, als sei dies das selbstverständlichste der Welt, machten sie die Songs zu den ihren. Sänger Strelow klang dabei so wie Stevie Winwood in seinen allerbesten Zeiten, und was Gitarrist Jürgen "Rocky" Lachmann aus seinem "Telecaster" rausholte, war mehr als die berühmte allererste Sahne.

"Blues Blaster Seven" eben, für die die Fans zu diesem Gig sogar aus Rottweil anreisten. Es war ein Konzert, das geradezu nach einer Wiederholung schrie.

Weitere Informationen: Wer "BB7" Open Air und Live erleben möchte, hat am 5. Mai bei der Rottenburger Kulturnacht Gelegenheit dazu. "BB7" spielt von 19 bis 22 Uhr auf dem Rottenburger Marktplatz. Unter www.bluesblaster7.de findet man alle Infos zur Band.

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