Bürgermeister Michael Rieger und Mitglieder des Jugendgemeinderats sehen sich im Bürgersaal des Roten Löwen um. Foto: Helen Moser

Bereits im September 2021 hat sie begonnen – nun ist die langwierige Sanierung des Roten Löwen in der St. Georgener Stadtmitte beinahe abgeschlossen. Einige Wochen vor der geplanten Eröffnung im April laufen im und am Gebäude die letzten Arbeiten.

Die Bodenfliesen sind verlegt, die Küchen eingebaut und im Bürgersaal im Dachgeschoss haben die Arbeiter bereits vor einigen Monaten den roten Teppich ausgelegt: Die Sanierung des Roten Löwen – das Millionenprojekt, das die St. Georgener Innenstadt in den vergangenen Jahren geprägt hat – befindet sich auf der Zielgeraden. In etwa sechs Wochen soll das neue Bürgerzentrum eröffnet werden.

 

Letzte Arbeiten sind bis zur Eröffnung am Wochenende von Freitag, 19., bis Sonntag, 21. April, noch zu erledigen: Der Sichtbeton-Boden des Jugendraums im Erdgeschoss muss noch gewachst werden, im direkt nebenan gelegenen Begegnungscafé fehlt – wie auch in anderen Bereichen des Gebäudes – bislang die Möblierung. Diese soll in den kommenden drei bis vier Wochen ergänzt werden, erklärt Bürgermeister Michael Rieger beim Rundgang durch die Räume.

Auch an der Gebäudeaußenseite müssen in den kommenden Wochen die letzten Handgriffe sitzen: Im April soll Rieger zufolge die große Photovoltaikanlage auf dem Dach des Roten Löwen montiert werden. Zusätzlich stehen, sobald das Wetter es zulässt, die finalen Malerarbeiten an. Dann wird mit dem Gerüst, welches das Bild des Roten Löwen seit Beginn der Arbeiten prägt, ein offensichtliches Zeichen der laufenden Sanierung verschwinden.

Generationen sollen sich im Erdgeschoss treffen

Nach seiner Fertigstellung soll das Gebäude „einen echten Mehrwert für uns alle“ bieten, betont Markus Esterle, derzeit noch Leiter des städtischen Amts für Ordnung, Bildung und Soziales, künftig Projektleiter für das Modellprojekt Roter Löwen beim Landratsamt. Während im ersten Obergeschoss des Roten Löwen Beratungsstellen von Stadt und Landkreis wie Wirkstatt, Behinderten- und Seniorenbeauftragter, Jugend- und Sozialamt, Agentur für Arbeit und Refugio untergebracht werden, soll das Erdgeschoss zu einem Treffpunkt der Generationen werden. Auf einer Seite des Gebäudes werden Karin Ettwein und Kirsten Heinzmann mit Ehrenamtlichen, auch einigen Menschen mit Behinderung, das Café Vielfalt betreiben. Auf der anderen Seite des Flurs zieht unter anderem das Jugendhaus ein. Samira Bensmail, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros, ist optimistisch, dass die Angebote für Kinder und Jugendliche im Roten Löwen stark nachgefragt sein werden. Ein Faktor: Mit dem Umzug vom bisherigen Standort des Jugendhauses in die Stadtmitte werde das Angebot ausgeweitet.

Vorfreude auf die Eröffnung

Nun, da die Eröffnung des Roten Löwen unmittelbar bevor steht, ist die Vorfreude bei den Verantwortlichen spürbar. „Es hat ja lange genug gedauert“, sagt Bürgermeister Rieger. Wegen Material- und Handwerkerengpässen sowie nach einem Wasserschaden im vergangenen Sommer hat die Sanierung etwa ein Jahr mehr in Anspruch genommen als ursprünglich geplant.