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Eishockey Wild Wings: Simon Danner ist neuer Kapitän

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Schwenningens neuer Kapitän Simon Danner (rechts) rückt Joonas Lehtivuori auf die Pelle. Foto: Sigwart

Simon Danner ist der neue Kapitän der Wild Wings. Der 31-Jährige fühlt sich sportlich und privat  in Schwenningen total wohl, nimmt nun seine fünfte Saison bei den Neckarstädtern  in Angriff. Der gebürtige Freiburger nennt  wichtige Faktoren, die ausschlaggebend dafür sein könnten, ob die Wild Wings wieder die Play-offs erreichen. Aber der Angreifer erklärt auch, warum er nun auf seine geliebten Haribos verzichtet.

Herr Danner, Gratulation zur Wahl zum neuen Kapitän. Wie genau wollen Sie diese Rolle ausfüllen?

Vielen Dank. Ja, ich freue mich sehr über das C auf der Brust, bin darauf auch richtig stolz. Ich möchte auf und neben dem Eis für die Mannschaft einfach hundertprozentig da sein. Es gibt ja während einer Saison täglich mannschaftsintern so vieles  zu organisieren. Dies habe ich bereits als Mitglied des Mannschaftsrates in der Vergangenheit viel gemacht. Gerade auch die jungen Spieler bei uns will ich  sehr unterstützen. Ich war schließlich auch  in den ersten Jahren als Profi froh, als die älteren Spieler für mich oft da waren.

In der letztjährigen Vorbereitungsphase waren Sie lange gehandicapt durch eine Armverletzung. Nun kamen Sie verletzungsfrei durch die Testphase. Wie fit fühlen Sie sich?

Im Vergleich zu meiner Vorbereitung im vergangenen Jahr ist es dieses Mal natürlich ein großer Unterschied. Ich fühle mich kurz vor dem Saisonstart richtig gut. Sehr wichtig  in einer Vorbereitungsperiode ist natürlich auch die Wettkampfpraxis. Diese hatte ich im vergangenen Jahr erst kurz vor dem Saisonbeginn.

Mit Ihren 31 Jahren fällt aber das Aufstehen schon etwas schwerer?

(lacht). Ja, man merkt die Eishockey-Jahre, aber es ist noch alles im grünen Bereich. Wichtig ist für mich, dass ich von schweren  Verletzungen verschont bleibe.

Sie haben noch zwei Jahre Vertrag bei den Wild Wings. Gibt es überdies hinaus bereits Zukunftspläne?

Wie gesagt, wenn ich einigermaßen von Verletzungen verschont bleibe, dann muss ich mit dann 33 Jahren nicht aufhören, zudem mir Eishockey weiter sehr viel Freude macht. Allerdings, denke ich, wird es aus familiären Gründen den  großen Wechsel in Deutschland für mich eher nicht mehr geben.

Schauen wir weiter voraus. Den Karriereabend verbringen Sie dann wieder bei Ihrem Heimatverein Freiburg?

(lacht). Das könnte darauf hinauslaufen. Falls die Wölfe  mich dort dann noch wollen.

Achten Sie mit den Jahren immer mehr auch auf Ihre Ernährung?

Oh ja. Zum Beispiel verzichte ich seit einem halben Jahr auf meine geliebten Haribos, gönne mir dafür  nach einem Essen aber doch etwas Süsses in Form eines Nachtisches. Wenn man also so will, nehme ich Süßigkeiten nun etwas überschaubarer ein. Früher habe ich mich auf Auswärtsreisen oft gewundert, dass die Haribo-Tüte im Bus schon so schnell leer war.

Von den Gummibärchen kommen wir aber nun zu den Wild Wings in der neuen Saison. Wie war bisher Ihr Eindruck von der Vorbereitung?

Es war alles im grünen Bereich. Wir haben sehr gut gearbeitet. Die Stimmung in der Mannschaft ist  gut. Unsere neuen Spieler passen sportlich und charakterlich sehr gut zu uns. In den letzten Tagen vor dem Saisonstart geht es nun um die Feinabstimmung. Es war optimal, dass wir abschließend in der Vorbereitung mit Biel oder  Mannheim  noch starke Gegner hatten, die uns aufgezeigt haben, was noch zu tun ist.

Mit Will Acton und Damien Fleury haben torgefährliche Spieler die Wild Wings verlassen. Bedeutet dies, dass Spieler wie Sie nun in der neuen Saison noch mehr in der Scorerliste auftauchen müssen?

Natürlich wäre es ideal, wenn sich die Trefferquote nach den Abgängen von zwei wirklich sehr wichtigen Stürmern auf mehrere Schultern bei uns verteilen könnte und wir für die Gegner unberechenbarer werden. Aber für mich kommt es erst einmal darauf an, welche Rolle ich auszufüllen habe, ob ich beispielsweise  auch öfters im Powerplay zum Einsatz  kommen kann. Die Grundbasis für unseren Erfolg ist, wie gut wir alle unsere jeweiligen Rollen im Team ausfüllen.

Sie sind ja mehrmals in der vergangenen Saison sogar als Verteidiger aufgestellt worden. Ist für Sie so eine Rolle in der Defensive mehr eine Plichtaufgabe – oder können Sie darin auch aufblühen?

(schmunzelt). Also ich spiele gerne Verteidiger. Ich habe da schließlich mehr Scheibenkontakte, als wenn ich vorne spiele. Es ist nicht schlecht, das Spiel vor mir zu haben. Ich  gehe gerne bei den Zweikämpfen in die Ecken. Generell ist  es aber wichtig, dass ich der Mannschaft – egal auf welcher Position ich spiele – helfen kann.

Werden die Wild Wings in der neuen Saison wieder die Play-offs erreichen?

Das ist  unser klares Ziel in der neuen Saison.  Aber ob wir es schaffen, hängt von einigen Faktoren ab. Sehr wichtig wird sein, dass wir uns nicht auf den Lorbeeren der vergangenen Saison ausruhen und alle Spieler bei uns den nächsten Schritt schaffen. Leistungsmäßig – nach einer hervorragenden Saison wie der vergangenen  – zu stagnieren, würde uns in einer so starken Liga zurückwerfen. Natürlich müssen wir die Abgänge gut ersetzen.  Optimal wäre es, wenn wir einigermaßen von größeren Verletzungen verschont blieben. Der Teamspirit muss  wieder bei uns stimmen. Und wir sollten es schaffen  – wie in der vergangenen Saison – eine Niederlagenserie zu vermeiden. Wenn wir alle diese genannten Themen erfolgreich umsetzen, werden wir im Play-off-Bereich wieder dabei sein.

Die Erwartungshaltung im Umfeld wird nach dem vergangenen Jahr wieder groß sein. Bedeutet dies für die Mannschaft mehr Druck – oder eine große Herausforderung?

Dass unsere Fans  große Erwartungen haben, ist absolut nachvollziehbar. Ich sehe es aber  mehr   als große Herausforderung an. Durch das Erreichen der Play-offs haben wir ja selbst  weiteren Appetit auf Erfolg bekommen.

Sie arbeiten nun in der dritten Saison mit Trainer Pat Cortina zusammen. Was schätzen Sie an ihm?

Er hat unsere Mannschaft in den vergangenen beiden  Jahren weiterentwickelt. Unser Coach ist sehr strukturiert und hat gegenüber dem Team –  und individuell gegenüber uns Spielern – immer eine klare  Ansprache, die Lob und natürlich auch Kritik beinhaltet.

Wo sehen Sie die Wild Wings in der Zukunft?

Vom Sportlichen und Strukturellen her befindet sich der Klub mit diesen Fans und diesem Umfeld auf einem hervorragenden Weg. Generell stellt sich aber auch die Frage, wie lange und in welchem Umfang  die bisherigen Sponsoren – und auch neue –  die Wild Wings auf diesem Weg mit vielen deutschen Spielern unterstützen.

Wie wohl fühlt sich der Freiburger inzwischen in Schwenningen?

(lacht). Alles gut, auch wenn ich mir als ein Freiburger Bobbele  (Bezeichnung für einen gebürtigen Freiburger, Anm. d. Red.) nie hätte vorstellen können, eines Tages einmal für Schwenningen zu spielen. Dass man mich in Freiburg und auch hier  immer noch mit Sprüchen auf den Arm nimmt, macht mir inzwischen wirklich nichts mehr aus.

Und was kommt nach der Karriere?

Ich denke, als Trainer – zunächst im Nachwuchsbereich – zu arbeiten, würde mir sehr viel Freude machen. Das könnte mir liegen.

Fragen von Gunter Wiedemann und Michael Bundesmann

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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