Die Eisberghalle im Abendlicht. An dieser Stelle soll das Gebäude um acht Meter erweitert werden. Foto: Heiko Hofmann

Fast zehn Millionen Euro soll die Sanierung der Eisberghalle in Nagold kosten. Viel Geld also, für einen Hallenausbau. Wäre da ein Neubau nicht die bessere Lösung?

Angesichts weitergehender Ausbaupläne und damit verbundener Kostensteigerungen, tauchte diese Frage auch im Nagolder Gemeinderat auf.

 

Schließlich beinhaltet die Sanierung der Eisberghalle eh schon viele Neubau-Parts. Und alte Gebäudeteile müssen weichen. Vor allem am Sporthallenbau selbst ist eine komplette Entkernung vorgesehen, das Dach wird ebenso zurückgebaut wie die Ost- und die Westfassade – also die breiten Fassadenteile. Auch für den bisherigen Umkleidetrakt steht eine Entkernung und ein Rückbau der Klinkerfassade und des Dachaufbaus an. Und die bisherigen Geräteräume müssen komplett abgebrochen werden.

Wirklich viel bleibt also nicht mehr von der alten Halle übrig. Dafür wird einiges neu gebaut – nicht nur die Halle selbst wird zu einer Dreifeldhalle erweitert, auch Umkleideräume, Geräteräume und ein großer Multifunktionsraum sind Neubauten.

Gebäude-Erhalt als Ziel

„Was kostet denn eine vergleichbare Halle in neu?“, wollte FWV-Stadtrat Eberhard Haizmann wissen. Die Antwort des Planers Robert Pfeifer von „buerohaeuser“: „Die Kosten wären in etwa dieselben.“ Wobei Nagolds OB da sofort hinterherschob: „Unser Ziel ist es immer, zunächst einmal Gebäude zu erhalten.“

Im Fall der Eisberghalle hat das womöglich auch mit Zuschüssen zu tun. Jedenfalls bekommt das Projekt knapp zwei Millionen Euro aus der Städtebauförderung. Diese Summe ist allerdings gedeckelt, die Summe erhöht sich also nicht mit den zwischenzeitlich beschlossenen umfangreicheren Sanierungen und Neubauten. Kurzum: Es wäre auch ein Zwei-Millionen-Zuschuss in die kleinere und günstigere Sanierungsvariante geflossen.

Nicht schlechter als ein Neubau

Das Thema Zuschüsse ist aber eh noch nicht ganz zu Ende gebracht. Die Planer wollen noch weitere Fördermöglichkeiten prüfen. Wichtig war allerdings auch die Feststellung aus den Reihen der Planer: „Sie leben hier nicht mit einer Krücke. Die Halle ist am Ende nicht schlechter als ein Neubau.“

Auch Nagolds OB Jürgen Großmann versicherte: „Am Ende haben wir im Prinzip eine neue Dreifeldhalle!“