City-Managerin Christine Neu eröffnet gemeinsam mit einer Donaueschinger Unternehmerin ein Modegeschäft in der Karlstraße. Damit will sie einen Leerstand in der Stadt verhindern. In den Räumlichkeiten wird auch weiterhin Herrenmode angeboten.
Nächster Versuch: In den Räumen des ehemaligen Herrenausstatters Schmoll soll wieder Mode verkauft werden. Ab Montag, 15. April, wird City-Managerin Christine Neu dort gemeinsam mit Alexandra Laufer-Müller ein Bekleidungsgeschäft eröffnen.
Das Traditionsgeschäft Schmoll hatte nach 85 Jahren in Familienbesitz zum Jahreswechsel 2022/23 seine Pforten geschlossen. Marco Totzek hatte damals Schmoll übernommen und auch sein eigenes Geschäft „Maßnahme“ dort angesiedelt. Allerdings hatte Totzek sich entschieden, das Thema Schmoll ad acta zu legen – aus wirtschaftlichen Gründen. Mit dem Geschäft Maßnahme bleibt er allerdings im Obergeschoss des Gebäudes.
Daniele Mincone ist Store-Manager
Christine Neu und die Gründerin und Geschäftsführerin der Firma AP&S, Alexandra Laufer-Müller, fungieren in dem bald öffnenden Geschäft mit dem Namen „Lui Fashion Store“ lediglich als Geschäftsführung. Den Laden als sogenannter Store-Manager führen werde Daniele Mincone. Im Laden werde dann ab Montag italienische Herrenmode angeboten. „Wenn es dann sehr gut läuft, werden wir natürlich versuchen, den Store dauerhaft zu etablieren“, so Christine Neu. Sie sei zuversichtlich. „Als City-Managerin möchte ich mich aktiv engagieren und den nächsten Leerstand verhindern. Ich glaube an das Potenzial der Innenstadt von Donaueschingen, wenn alle zusammenstehen.“
Daniele Moncone habe bereits drei Jahre in Donaueschingen gelebt, sei aber erst vor einem Jahr wieder aus Italien zurückgekehrt. Zuletzt sei er im Einkaufszentrum Cano in Singen beschäftigt gewesen, doch nun ziehe es ihn wieder ins kleinere Donaueschingen. Die Zusammenarbeit entstand im privaten Umfeld, wie Christine Neu erläutert. Sie und die Familie von Moncone kennen sich und so habe sich das eine zum anderen gefügt. „Er wird unsere gute Seele im Laden sein, ein leidenschaftlicher und absolut begeisternder Verkäufer“, schwärmt Neu. Und mit „Lui Fashion“ habe man einen Hochkaräter mit an Bord. Die Marke stehe für Designermode made in Italy, mit bester Verarbeitung von edlen Stoffen aus der Toskana sowie der Lombardei, betont die Geschäftsführerin.
An Risiko denkt momentan keiner
Als Christine Neu mit Alexandra Laufer-Müller ins Gespräch kam, habe diese sich so begeistert gezeigt, dass sie sogleich mit einsteigen wollte. „Somit halbiert sich das geschäftliche Risiko für beide, doch an Risiko denkt im Moment keine von uns“, verdeutlicht Neu.
Neu hatte erst Anfang April ein Infobüro des City-Managements in den früheren Räumen des Discounters Zeeman bezogen, nur wenige Meter vom neuen Bekleidungsgeschäft an der Karlstraße entfernt. Das gilt als Zwischenlösung. Im Infobüro können sich potenzielle Mieter ein Bild von den Räumen machen. Wenn alles passt, soll dort der erste Donaueschinger Pop-up-Store öffnen. Nahezu alle Branchen kommen dafür infrage. Lediglich ein Gastronomiebetrieb wäre nicht möglich, die entsprechende Zulassung gebe es.
Pop-Up Store
Konzept
Ein Pop-up-Store ist ein zunächst zeitlich befristetes und meist finanziell gefördertes Projekt. Es soll wechselnden kreativen Gründern, Unternehmern und Dienstleistern eine Möglichkeit geben, ihre Waren und Dienstleistungen zu präsentieren. Für die Donaueschinger Innenstadt, so die Idee, entstünden so stetig neue Höhepunkte. Der Gemeinderat hatte im Vorfeld Mittel zur Eröffnung der Pop-up-Stores freigegeben. Es erfolgte ein Förderantrag der städtischen Wirtschaftsförderung an das baden-württembergische Wirtschaftsministerium, der inzwischen auch bewilligt ist.