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Dotternhausen Probewürfel, Fotos und Fossilien

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Der Geologe Norbert Wannenmacher hat in seinem Vortrag die Gäste im Werkforum in die wechselvolle Keuperzeit vor rund 238 Millionen Jahren entführt. Beim Bau des Rottweiler Testturms waren Einblicke in die Erdgeschichte möglich. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote

Rund 80 Besucher sind zur Eröffnung der Ausstellung zum thyssenkrupp Testturm in Rottweil ins Holcim-Werkforum in Dotternhausen gekommen, die noch bis Mitte Februar zu sehen ist.

Dotternhausen. Die Referenten des Abends, Horst Erler, Produktmanager bei Holcim, und Norbert Wannenmacher, Geologe und Fossilienexperte, vermittelten Wissenswertes. Zudem wurde eine Sonderschau zum Testturm von thyssenkrupp eröffnet, die den Blick in zwei ganz unterschiedliche Richtungen lenkt.

Denn mit dem Testturm entstand nicht nur ein "hervorragendes" Bauwerk und Wahrzeichen, sondern die Baustelle gab den erdgeschichtlichen Untergrund frei.

Der Geologe und Fossiliensammler Norbert Wannenmacher aus Thanheim referierte zum Thema "Vom Land zum Meer – der Lettenkeuper von Rottweil" und entführte die Zuhörer in die Zeit vor rund 238 Millionen Jahren, als alle Kontinente noch im Superkontinent Pangäa vereint waren.

Horst Erler, Produktmanager bei Holcim (Süddeutschland), gab Einblicke in die Baugeschichte des Testturms, der 246 Meter in die Höhe ragt und dessen Fundament 30 Meter tief ist. Der gesamte Betonbau umfasst 275 Meter. Die Anforderungen an den Beton waren hoch. Erler begleitete als Experte für Zement und Beton dieses Projekt. Mit dem Turmbau seien neue Maßstäbe gesetzt worden, so Erler. Die Architekten Helmut Jahn und Werner Sobeck entwarfen das Bauwerk. Erler präsentierte An- und Aussichten vom Turm und berichtete von der Entstehungsgeschichte: vom Aushub bis zur Anbringen der Membrane: "Es ist eine technische und logistische Meisterleistung.". Das Zementwerk lieferte rund 7000 Tonnen des Ölschieferzements Optimo nach Rottweil ins tbu Transportbetonwerk Horgen. Dort wurden Probewürfel gegossen. Erler: "Zwei davon stehen in der Ausstellung – Sie können Platz nehmen darauf." Der Beton muss nicht nur statischen Erfordernissen genügen, sondern auch die schwierigen Anforderungen der Gleitschalbauweise erfüllen.

Annette Schmid-Röhl, Geologin und Leiterin des Holcim- Werkforums, hatte bei ihrer Begrüßung ins Publikum gefragt, wer den Turm bereits besucht habe. Etwa zwei Drittel der Gäste waren noch nicht auf der Besucherplattform gewesen. "Dies wird sich bestimmt ändern", sagte sie. Die Neugier wurde mit Fotos und Erzählungen geweckt.

 Die Ausstellung im Werkforum ist noch bis Mitte Februar zu sehen. Der Eintritt ist frei. Infos rund um die Betonarbeiten zum "Bauwerk der Rekorde" gibt es unter www.holcim.de/sites/germany/files/atoms/files/bau werk_der_rekorde_test turm_rottweil.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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